Bengalo-Wurf bei Aufmarsch der Identitären in Favori...

Unter dem Namen "Stoppt den Großen Austausch" hat die rechtextreme Identitäre Bewegung zu einer Demonstration in Wien Favoriten geladen. Rund 200 Teilnehmer der rechtsextremen Vereinigung marschierten vom Columbusplatz aus durch Favoriten, 500 Demonstranten der Antifa und der Offensive gegen Rechts protestierten lautstark dagegen. Ein Bengalo-Wurf sorgte für Rauchschwaden und Aufregung am Reumannplatz, ansonsten kam es zu kleineren Scharmützeln. Zusammenstöße gab es später aber im Prater.

Unter dem Namen "Stoppt den Großen Austausch" hat die rechtextreme Identitäre Bewegung zu einer Demonstration in Wien Favoriten geladen. Rund 200 Teilnehmer der rechtsextremen Vereinigung marschierten vom Columbusplatz aus durch Favoriten, 500 Demonstranten der Antifa und der Offensive gegen Rechts protestierten lautstark dagegen. Ein Bengalo-Wurf sorgte für Rauchschwaden und Aufregung am Reumannplatz, ansonsten kam es zu kleineren Scharmützeln. Zusammenstöße gab es später aber im Prater.

Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger gingen für die Identitären 300 Personen auf die Straße, der Veranstalter ging von 300 bis 500 Teilnehmern aus. Die Gegenseite schätzte sich auf 1.000 Demonstranten, laut Polizeiangaben waren es hier 500. Die Polizei stand mit Dutzenden Beamten im Einsatz, mit Sperrgittern wurde fast der gesamte Reumannplatz und die Marschroute der Identitären abgesperrt.

 

1143 Demo geht über Keplerplatz
— offensivegegenrechts (@offensive_nowkr)

Die Identitären trafen sich um 13 Uhr am Columbusplatz und zogen sofort zum Verteilerkreis Favoriten. Die "Offensive gegen Rechts" sammelte sich bereits ab 11 Uhr am Reumannplatz und machte sich ebenfalls auf den Weg zum Verteilerkreis. Eine weitere Gegendemo der Antifa protestierte lautstark gegen die Identitären am Columbusplatz nur wenige Meter von deren Treffpunkt entfernt.


— AlexAnder (@AleOok)
Am Reumannplatz kam es kurzzeitig zu gefährlichen Szenen. Ein Teilnehmer der Identitären-Demo warf laut Augenzeugenberichten eine bengalische Fackel auf das Dach der U-Bahn-Station, die Umgebung wurde von dichtem Rauch eingehüllt. Das Dach der Station beschädigt. Die Beamten sperrten den U-Bahn-Eingang, die Station war nur noch über den Ausgang Favoritenstraße erreichbar.

Bis auf den Pyrotechnik-Zwischenfall blieb die Lage weitestgehend ruhig. Zahlreiche Beamte begleiteten alle Protestgruppen und sorgten dafür, dass diese nicht aufeinandertrafen. Immer wieder versuchten Einzelne jedoch, Steine und Eier als Wurfgeschosse einzusetzen, immer wieder kam es außerdem zu Sitzblockaden.

Tumultartige Szenen gab es jedoch später, als sich die Identitären am Praterstern zur "Nachbesprechungen" trafen. Zwischen der Gruppe und anwesenden Gegendemonstranten kam es zu Handgreiflichkeiten, auch Gegenstände sollen als Wurfgeschosse eingesetzt worden sein. Später gingen die Tumulte in einem Lokal weiter. Bilanz der Polizei: Keine Festnahmen, aber mehrere Anzeigen, vier verletzte Beamte und zwei verletzte Kundgebungsteilnehmer.

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