Benzin-Killer hörte Opfer ab & hatte Sextage festgelegt

Mordversuch in Wien: Mit diesen Fotos wurde nach dem mutmaßlichen Täter (47) gefahndet.
Mordversuch in Wien: Mit diesen Fotos wurde nach dem mutmaßlichen Täter (47) gefahndet.LPD Wien
Der Austro-Ägypter (47) war ein Kontrollfreak: Er versteckte eine Wanze in der Trafik und entriss dem Opfer (35) das Handy, um es zu kontrollieren.

Erschütternde Details rund um den Brandanschlag auf eine 35-Jährige in Wien-Alsergrund: Der Austro-Ägypter hatte seine Frau samt Kind vor rund fünf Jahren verlassen. Grund: Er hatte in einem Lokal in Neulengbach (NÖ) die damals 30-jährige Schwester des Besitzers kennen und lieben gelernt. Die Scheidung folgte, dennoch soll der Kontakt zur Ex gut gewesen sein.

Auf Anfrage bei Anwalt Manfred Arbacher Stöger meinte dieser nur: "Er hatte keine Tötungsabsicht." Mehr wollte der Wiener Anwalt jedoch nicht sagen. Laut "Heute"-Infos machte der 47-Jährige eine Ausbildung zum Koch (er hatte in Ägypten Matura gemacht und Sozialarbeit studiert), bekam in Österreich einen Job im Wiener AKH als Hilfskoch, war dann Koch im AKH und wurde schließlich nach einem langen Krankenstand gekündigt.

2 Sextage pro Woche

Die Beziehung zwischen dem 47-Jährigen und der 35-Jährigen soll selten unkompliziert verlaufen sein. So sah sich das Paar immer wieder mehrere Tage bis Wochen nicht, er flog alleine in den Heimaturlaub. Bis zu zwei fixe Tage in der Woche waren jedoch für den Beischlaf reserviert.

Steuerberater als Streitfaktor

Der 47-Jährige soll immer wieder eifersüchtig gewesen sein. So soll die 35-Jährige mal in Abwesenheit des 47-Jährigen ein Foto mit einem fremden Mann gepostet haben. Und: Der alleinstehende Steuerberater in Sankt Pölten wurde immer wieder zum Streitfaktor. 

Abhörgerät in Trafik

Bereits vor rund 18 Monaten soll der Austro-Ägypter laut "Heute"-Infos ein Abhörgerät in der Trafik installiert haben. Zudem lauerte er ihr auf einer Tankstelle in NÖ auf, um ihr das Handy zu entreissen, um das Gerät zu kontrollieren.

Unfall einen Tag vor Tat

Am Donnerstagabend, das Paar hatte sich mehrere Tage nicht gesehen, hatte der 47-Jährige in Wien noch einen Autounfall (Anm.: er fuhr angeblich planlos herum und wollte spazieren gehen), schoss mit seinem Mazda 3 eine Lenkerin ab. Den Sachschaden soll er mit der Unfallgegnerin geklärt haben.

Vor Tat noch in Werkstatt

Mit dem stark ramponierten Auto fuhr er am nächsten Tag zum Bruder des Opfers nach Neulengbach, gemeinsam fuhr das Duo zu einer Werkstatt in Böheimkirchen. "Er wollte wissen was der Schaden kostet. Die vordere Front war rechtsseitig völlig hin. Er wollte das Material aufstellen, ich sollte nur montieren. 300 Euro schlug ich vor", so der Werkstatt-Besitzer. "Er war völlig unscheinbar, erzählte mir auch vom Verkehrsunfall", so der Inhaber weiter über seinen Eindruck.

Nur kurz darauf fuhr der 47-Jährige zurück nach Wien und suchte seine Freundin bzw. On-Off-Freundin in der Trafik auf. Dort soll er sie gewürgt, geschlagen und überschüttete mit Benzin überschüttet haben – mehr dazu hier. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung, er wird von Anwalt Manfred Arbacher-Stöger vertreten, sitzt wegen Mordversuchs in U-Haft. Die 35-Jährige ringt seither mit dem Tod, just im Wiener AKH, dort wo der Beschuldigte einst als Koch tätig war ...

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