Kaum Schutzausrüstung für das Personal, wenig Masken, Dienstantritt sogar mit Virus - die Nachrichten aus einem privaten Pflegeheim in Niederösterreich sind bedrückend. Erst vor wenigen Tagen waren zehn Tote im Heim zu beklagen ("Heute" berichtete), am Morgen des gestrigen Mittwochs kletterte die Zahl auf 17 Tote.
"Und wenn es so weiter geht, werden weitere Bewohner sterben", so ein Insider aus dem Heim. Denn nach wie vor müssen die Mitarbeiter bis zu vier Tage dieselbe FFP-2-Maske tragen. Die Schutzkleidung soll sehr dürftig sein, die Mitarbeiter haben keine Schutzoveralls, sondern lediglich OP-Mäntel.
Auch von der Belegschaft soll es viele erwischt haben. "Die Lage ist prekär, weil natürlich die erkrankten Mitarbeiter ausfallen bzw. theoretisch ausfallen, wenn sie nicht trotz Virus in den Dienst treten müssen", so eine Krankenschwester aus dem Heim weiter.