Bergdrama: Bei Ausrüstung gespart

Geringe Ortskenntnis und eine nur mangelhafte Ausrüstung: Bergretter aus Obertraun fassen die Hintergründe des tödlich verlaufenen Snowboarder-Dramas am Dachstein nüchtern zusammen - und warnen: Ohne Lawinenpiepserl hatte der seit Ende Jänner vermisste Niederösterreicher (31) überhaupt keine Überlebenschance!
Zwei Wochen lang hatten die Einsatzteams der Bergrettung Obertraun gemeinsam mit Alpinpolizisten und Hubschrauberpiloten ab 31. Jänner nach dem vermissten Snowboarder Roman Reisenauer aus Gloggnitz (NÖ) gesucht. Doch der Einsatz unter schwierigsten Wetterverhältnissen im Dachsteinmassiv war vergeblich.

Nach einem Zwischenstopp bei einer Obertrauner Hütte, vor der auch das letzte Foto des Extremsportlers geknipst worden war, blieb der Snowboarder im Bereich des Däumelkogels verschollen.

Am Sonntag wurde die Leiche des Vermissten durch Zufall in einer Doline entdeckt. Für die Alpinretter steht fest: Mit einem Lawinenpiepserl hätte der Snowboarder wenn nicht gerettet, so doch rasch geortet werden können.

Carlo Korosa
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