Bergführer droht nach Lawinenunglück Haft

Bild: ZOOM-Tirol

Im vergangenen Jänner kamen bei einem Lawinenunglück auf der Nordseite der Valluga zwei deutsche Touristen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Nun muss sich der 33-jährige Bergführer, der die sechsköpfige Gruppe damals begleitete, wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Im vergangenen Jänner kamen bei einem Lawinenunglück auf der Nordseite der Valluga bei St. Anton zwei deutsche Touristen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Nun muss sich der 33-jährige Bergführer, der die sechsköpfige Gruppe damals begleitete, wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
Die Gruppe war am 19. Jänner 2015 auf der rund 40 Grad geneigten Valluga-Abfahrt unterwegs. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck wirft dem 33-Jährigen vor, dass er die gebotene Sorgfalt und Aufmerksamkeit außer Acht gelassen habe. Am Unglückstag hätten besonders gefährliche Verhältnisse geherrscht. 

Ein Abfahrt über die Westvariante wäre risikofreier gewesen. Die Gruppe löste ein Schneebrettlawine aus, bei der die beiden Deutschen ums Leben kamen.

Bis zu drei Jahre Haft drohen

Der 33-jährige Bergführer muss sich nun wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger zum Teil schwerer Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen vor Gericht verantworten. Sollte es zu einem Schuldspruch kommen, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft.

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