Bergmann setzt auf österreichische Autoren

Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann präsentierte die Spielzeit 2017/2018. Elf der 21 Premieren sind Ur-oder Erstaufführungen.
Bis 2019 ist sie noch die Chefin der Burg, heute präsentierte Karin Bergmann das Programm für 2017/2018 und setzt damit einen Schwerpunkt auf österreichische Autoren. Bisher sind 21 Premieren fixiert, darunter elf Ur-oder Erstaufführungen. Bergmann legt ebenfalls einen Fokus auf die immer wieder überraschenden, erhellenden und beängstigenden Perspektivenwechsel in Politik, Geschichte und Gesellschaft.

Spielsaison eröffnet mit Pinters "Die Geburtstagsfeier"

In der neuen Spielsaison wird besonders der Fund eines lange verschollen geglaubten Stücks von Wolfgang Bauer gefeiert. Die Uraufführung von "Der Rüssel" kommt im April 2018 auf die Bühne. Erstmals am Burgtheater werden Regiegrößen wie Johan Simons und Luk Perceval arbeiten. Neben dem Schwerpunkt Österreichische Dramatik gibt es eine Renaissance der Autoren der klassischen Moderne.

Eröffnet wird die Spielzeit 2017/2018 mit Harold Pinters "Die Geburtstagsfeier" in der Regie von Andrea Breth als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen. Die Erstaufführung von Thomas Köcks "paradies fluten" geht im Akademietheater über die Bühne. "Ein Sommernachtstraum", in der Regie von Leander Haußmann, ist im Burgtheater zu sehen. Im Kasino feiert "Kartonage" von Yade Yasemin Önder Erstaufführung.

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"jedermann (stirbt)" von Ferdinand Schmalz ist ab Februar in der Regie von Stefan Bachmann im Burgtheater zu sehen. Eines der Herzstücke des Spielplans ist Joseph Roths Jahrhundertroman "Radetzkymarsch". Die Premiere in der Regie von Johan Simons findet im Dezember statt. In seinem Essay "Über Grenzen" schrieb Joseph Roth: "Ich hasse die Grenze zwischen zwei Ländern. Sie ist ein viel zu weiter Begriff für die Realitäten, die sie bezeichnet".

Als eine Art roter Faden, der sich durch die neue Saisonvorschau zieht, haben Autoren wie Ayad Akhtar, Noah Haidle, Thomas Köck, Yade Yasemin Önder und Ferdinand Schmalz neue Texte geschrieben, die sich mit Roths Frage "Was ist eine Grenze?" auseinandersetzen und neue, persönliche wie politische Perspektiven enthalten.

Amerika und der Kosmos Shakespeare

In Österreich erstaufgeführt werden Stücke von Noah Haidle und Ayad Akhtar. Autoren der klassischen Moderne wie die Amerikaner Eugene O'Neill und Tennessee Williams sowie der britische Nobelpreisträger Harold Pinter zeigen den Reichtum und die Armseligkeit, die Kraft und die Zerbrechlichkeit des Menschen. Nach der zauberhaften Komödie Ein Sommernachtstraum zu Beginn endet die Spielzeit im Burgtheater dann mit Shakespeares vielleicht schwärzester Tragödie Macbeth. Es inszeniert Antú Romero Nunes.

"Willkommen bei den Hartmanns" als Familienstück

Mit einem vielfältigen Programm für alle Generationen tritt die Offene Burg unter der Leitung von Renate Aichinger an. Als Familienstück wird ab November im Akademietheater "Willkommen bei den Hartmanns" geboten. Auf der Basis des Erfolgsfilms schreibt Angelika Hager die Fassung für das Burgtheater.

(adu/ots)

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