Bergrettung seit 125 Jahren im Einsatz

125 Jahre Bergrettung: Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Matthias Cernusca, Landesleiter der Bergrettung NÖ/Wien, und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (v.l.n.r.).
125 Jahre Bergrettung: Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Matthias Cernusca, Landesleiter der Bergrettung NÖ/Wien, und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (v.l.n.r.).NLK Filzwieser
Die Österreichische Bergrettung feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Und zieht bald in den ehemaligen ÖAMTC-Stützpunkt in St. Pölten.

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien hat im Vorjahr 763 Einsätze verzeichnet, um 21 Prozent mehr als noch 2016. Die Landeszentrale übersiedelt im ersten Halbjahr 2022 von der Bundeshauptstadt nach St. Pölten. Dies wurde am Donnerstag bezüglich des 125-Jahres-Jubiläum angekündigt. Neuer Standort ist der ehemalige ÖAMTC-Stützpunkt in der Landeshauptstadt.

1,3 Millionen investiert

1,3 Millionen Euro werden investiert, davon kommen 330.000 Euro vom Land Niederösterreich. Der Anstieg bei den Einsätzen sei auch der Corona-Pandemie geschuldet, durch die viele Menschen Bergtouren und Spazierengehen neu entdeckt haben. Manche Erholungssuchende würden jedoch bei Wanderungen ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Die neue Zentrale soll eine moderne Infrastruktur, ausreichend Platz für alpintechnische Fortbildung, alpin-medizinische Schulungen, Jugendarbeit und genügend Raum für Einsatzfahrzeuge und Logistik bieten. Der Landesleiter der Bergrettung NÖ/Wien, Matthias Cernusca, sprach in diesem Zusammenhang von einer "wesentlichen Weichenstellung" zum 125-jährigen Bestehen 2021.

Ehrenamtliche im Einsatz

Die 1.370 Ehrenamtlichen haben Einsätze wie zuletzt jenen auf dem Ötscher im Mostviertel zu bewältigen, bei dem vergangenen Sonntag und Montag vier Alpinisten gerettet wurden. Die Helfer drangen "unter widrigsten Bedingungen im Schneesturm" zum Quartett vor, berichtete Cernusca, der selbst beim Einsatz dabei war. Die vier Tourengeher, die die Nacht auf dem Ötscher verbracht hatten, wurden ins Tal gebracht.

Lawinengefahr rund um Ostern

Bei geplanten Touren rund um Ostern sei die Lawinengefahr das größte Problem, weil derzeit viel Schnee liege, warnte Cernusca. Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) appellierte an Erholungssuchende, sich vor Wanderungen über Wetter und richtige Ausrüstung zu informieren.

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