Bericht erhebt schwere Vorwürfe nach Maradonas Tod

Der Tod von Diego Maradona wird untersucht.
Der Tod von Diego Maradona wird untersucht.Imago Images
Fünf Monate nach dem Ableben der argentinischen Fußball-Ikone Diego Maradona beschäftigt dessen Tod immer noch die Ermittler. 

Nun veröffentlichte eine Expertenkommission ihren Bericht, erhebt darin schwere Vorwürfe gegen die Ärzte und Pflegekräfte des ehemaligen Fußballers. "Das Verhalten des medizinischen Teams von Diego Armando Maradona war unzureichend, mangelhaft und rücksichtslos. Der Patient wurde seinem Schicksal überlassen", heißt es in dem Bericht, den die Zeitung "La Nacion" veröffentlichte. 

Die Ärztekommission könne zwar nicht mit Sicherheit sagen, dass der 60-jährig verstorbene Argentinier bei einer besseren medizinischen Versorgung noch leben würde, er hätte aber jedenfalls eine höhere Überlebenschance gehabt. 

Mängel in der Pflege

"Die Versorgung durch die Pfleger war von Mängeln und Unregelmäßigkeiten geprägt. Maradona wurde durch das ärztliche, pflegerische und therapeutische Personal nicht korrekt kontrolliert und unterstützt - weder aus Sicht der Zeit, noch der Art, wie es der üblichen Praxis entspricht. Es gibt keinen Hinweis auf eine psychologische Betreuung zu Hause", hieß es in dem Bericht weiter. 

Maradona war am 25. November in seinem Haus unweit von Buenos Aires einem Herzinfarkt erlegen. Der Weltmeister von 1986 hatte sich von einer Gehirnoperation erholt, bei der ihm ein Blutgerinnsel entfernt worden war. 

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen sieben Personen eingeleitet. Darunter Maradonas langjähriger Leibarzt Leopoldo Luque sowie seine Psychiaterin Agustina Cosachov und weitere Pflegekräfte. 

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