Drasenhofen: Freiheit für Teenager eingeschränkt

Bild: privat
Der gesamte Bericht der Jugendanwaltschaft liegt vor: Darin wird von karger Einrichtung, Schmutz und Freiheitsentzug des Flüchtlingsheims in Drasenhofen geschrieben.
Das Drasenhofner Flüchtlingsheim wurde vorübergehend geschlossen, die teils groben Mängel müssen behoben werden. Laut Bericht der Jugendanwaltschaft wurde der Anschein des Freiheitsentzuges erweckt - die Teenager durften das Heim nur mit Security verlassen - "Heute.at hat berichtet.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft bemängelte weiters: Keine sichtliche Beschäftigung, kein Kontakt zu außen, die Jugendlichen dürfen laut Aussage eines Jugendlichen die Kontaktperson nicht sehen. Auch die Einrichtung - karg und dreckig wurde beanstandet - die Küche wäre alt und lieblos, Nassräume verdreckt. Und natürlich: Der Stacheldraht wäre unverzüglich zu entfernen (was laut Gottfried Waldhäusl bereits Samstag passiert ist).

Keine adäquate Unterbringung

Daraus resultierend hielt die Jugendanwaltschaft fest, dass Jugendliche im Asylverfahren und auch solche mit rechtskräftig negativem Asylbescheid, wie alle anderen Kinder und Jugendlichen ein Recht auf adäquate Unterbringung haben, auch wenn ihnen Fehlverhalten vorgeworfen wird.

Die Neos kündigten für Montag eine Pressekonferenz an, die SJ will morgen demonstrieren. Im Landtag wird Drasenhofen sicherlich debattiert werden ("Heute" berichtete) (Lie)

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