Der Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am 3. Jänner 2026 ließ 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten sowie über 2.000 Betriebe im Berliner Südwesten tagelang ohne Strom - und damit oft auch ohne Heizung - zurück. Erst am 7. Jänner war die Versorgung für alle wiederhergestellt.
Viele Betroffene mussten wegen der Dunkelheit und großen Kälte in Hotels ausweichen. Der Berliner Senat beschloss damals, diese Kosten zu übernehmen.
Wie es bei heise online heißt, wurden insgesamt 3.116 Anträge geprüft. 2.933 davon wurden ausgezahlt, wobei Antragsteller teilweise Unterlagen nachreichen mussten. Die durchschnittliche Erstattungssumme lag bei 52 bis 55 Euro pro Person und Nacht.
129 Anträge wurden abgelehnt - etwa weil die Übernachtungen außerhalb des relevanten Zeitraums lagen oder nicht in gewerblichen Unterkünften stattfanden. In 54 Fällen zogen Antragsteller ihren Antrag zurück.
Bezirksstadtrat Tim Richter zeigte sich zufrieden mit der Abwicklung: "Schnelle und pragmatische Hilfe hat funktioniert." Das Bezirksamt habe in kurzer Zeit ein rechtssicheres und möglichst unkompliziertes Verfahren aufsetzen müssen.
"Dies ist in dieser Größenordnung in Berlin erstmalig so in diesem Tempo umgesetzt worden", so Richter. Für die Bearbeitung waren eigens Mitarbeiter abgestellt worden, jeder Einzelfall wurde geprüft. Vereinzelt trudeln immer noch neue Anträge ein.
Der Anschlag wird mutmaßlich Linksextremisten zugeschrieben.