Berliner Attentäter tot: Italien feiert Polizisten a...

Luca Scatà, bis zur Nacht des 22. Dezember, ein "stinknormaler" Polizist, wurde über Nacht zum Helden. Er erschoss bei einer Routinekontrolle den Berliner Attentäter Anis Amri in einem Vorort von Mailand. Auf seinen Kollegen Christian Movio eröffnete der Tunesier bei der Kontrolle das Feuer. Beide Beamten werden nun in Italien als Helden gefeiert.

Luca Scatà, bis zur Nacht des 22. Dezember, ein "stinknormaler" Polizist, wurde über Nacht zum Helden. Er in einem Vorort von Mailand. Auf seinen Kollegen Christian Movio eröffnete der Tunesier bei der Kontrolle das Feuer. Beide Beamten werden nun in Italien als Helden gefeiert.

Freitag, gegen 4 Uhr Früh, am Bahnhof Sesto San Giovanni  - ein Vorort von Mailand. Auf der Piazza I Maggio wird ein Mann, der alleine zu Fuß unterwegs ist, von zwei Polizisten angehalten, die gerade auf Streife fahren. Sie steigen aus und verlangen den Ausweis des nordafrikanisch aussehenden Fußgängers.

Was die Polizisten zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: Bei dem Mann, den sie kontrollieren, handelt es sich um den Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, der am 19. Dezember zwölf Menschen mit einem Lkw brutal getötet hat. Sein Name ist Anis Amri, er ist 24 Jahre alt und war von Berlin über Frankreich nach Italien geflüchtet.

Amri reagiert ohne lang nachzudenken: Er zieht eine Pistole im Kaliber 22 aus seinem Rucksack und eröffnet das Feuer. Dabei trifft er einen der beiden jungen Polizisten. Der 36-jährige Movio aus Udine geht verwundet zu Boden. Sein Kollege Scatá (29), ein Polizeischüler aus Catania in Sizilien, reagiert sofort und erschießt den Attentäter. Die letzten Worte des Mannes, der so viele Menschen auf dem Gewissen hat: "Allahu Akbar" ("Gott ist groß!")

Der junge Polizist wird an der Schulter getroffen. Wie Innenminister Marco Minniti nur wenige Stunden später bei einer Pressekonferenz erklärte, wurde der Beamte nicht lebensbedrohlich verletzt und ins Krankenhaus von Monza gebracht. Er habe mit dem jungen Mann sogar schon persönlich gesprochen. "Er klang sehr motiviert, ein außergewöhnlicher Mensch", lobt ihn Minniti.

Später stellt sich heraus: Amri, der im Jahr 2011 als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtlinge nach Lampedusa in Italien kam, könnte wenige Wochen vor seinem Attentat Mitte Oktober einen 16-Jährigen in Hamburg erstochen und seine Begleiterin in die Alster gestoßen haben.

 

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