Berliner Künstlerin geht mit Bombe durch Beirut

Bild: Rima Najdis

Rima Najdis ist 28, hat libanesische Wurzeln und lebt in Berlin. Zu Weihnachten war sie in Beirut Verwandte besuchen. Und startete das Projekt "Madame Bomba", bei dem sie sich einen falschen Bombengürtel umschnallte und durch die Stadt spazierte, die jeden Tag unter Explosionen zu leiden hat.

Rima Najdis ist 28, hat libanesische Wurzeln und lebt in Berlin. Zu Weihnachten war sie in Beirut Verwandte besuchen. Und startete das Projekt "Madame Bomba", bei dem sie sich einen falschen Bombengürtel umschnallte und durch die Stadt spazierte, die jeden Tag unter Explosionen zu leiden hat.

Ihre Eltern hätten sich Sorgen gemacht, gibt Rima zu, als sie mit einer knallroten "Bombe" umgeschnallt durch die Stadt wanderte. Doch die 28-jährige Künstlerin ließ sich davon nicht abhalten. Sie hatte die Bombe selbst gebastelt. Eine Künstler-Freundin fotografierte sie bei ihrer Wanderung durch Beirut.

Sorge, Zorn oder Bewunderung: Alle reagierten auf Rima

Die Reaktionen in der Bevölkerung waren gemischt. Manche, so Rima, hätten ihren Auftritt als Verhöhnung der Anschlags-Opfer empfunden. Wieder andere fürchteten, dass die junge Künstlerin potentielle Selbstmordattentäter auf blöde Gedanken bringen könnte. Aber viele, freut sich Najdis, hätten die Idee auch super gefunden. Aufmerksamkeit erregte sie auf jeden Fall.

"In Libanon aufzuwachsen bedeutet ständig mit Gewalt konfrontiert zu sein. Trotzdem bin ich nicht bereit die Anschläge und den Hass als Normalität zu akzeptieren", meinte Rima laut "Berliner Zeitung". Einen Tag nach ihrer Aktion reiste Rima bereits wieder zurück nach Berlin.

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