Berliner-U-Bahn-Treter hat "vor Schmerzen geschrien"

Vor knapp zwei Wochen ist der U-Bahn-Treter Svetoslav S. von seinen Mithäftlingen brutal verprügelt worden. Nun sind neue Details zu der Attacke bekannt geworden.
Wie "heute.at" Anfang Dezember berichtete, wurde der Berliner-U-Bahn-Treter Svetoslav S. von mehreren Insassen im Gefängnis Heidering bei Brandenburg zusammengeschlagen.

Der 28-Jährige soll im Knast keine leichte Zeit haben, seine Mithäftlinge hätten es sogar regelrecht auf ihn abgesehen. Egal ob in der Justizanstalt bei Brandenburg, oder im Gefängnis in Tegel, wo S. zuvor untergebracht war, der Bulgare ist selbst im Häfen nicht wirklich sicher.

Angriff dauerte nur wenige Sekunden

Nähere Hintergründe zu dem Angriff in der JVA Heidering waren bislang nicht bekannt. So gab es auf die Frage, wie es überhaupt zu der Attacke im Gefängnis kommen konnte, bis jetzt keine schlüssige Antwort bzw. eine Erklärung.

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Die deutsche Boulevardzeitung "BZ" hat nun neue Details über die Attacke in Erfahrung bringen können. Demnach dauerte der Angriff auf Svetoslav S. nur wenige Sekunden.

Als ein Wachbeamter während der Zellen-Aufschließung in einen anderen Flur marschiert, schließen die Insassen die Stationstür und verhüllen ihre Gesichter mit ihren T-Shirts.

Insassen stürmen Zelle

Svetoslav S. befindet sich zu diesem Zeitpunkt auf seiner Liege und bekommt nichts davon mit. Plötzlich stürmen die vermummten Mithäftlinge aber seine Zelle und prügeln auf ihn ein.

Immer wieder sollen sie laut "BZ" auf den 28-Jährigen eingeschlagen und ihm mehrere Tritte verpasst haben. Dabei dürften die Insassen nicht gerade zimperlich vorgegangen sein, wie ein Ermittler erzählt:

"Er hat vor Schmerzen und Angst so laut geschrien, dass der Beamte ihn durch die geschlossene Tür hörte und sofort zurückrannte."

Wird S. erneut verlegt?

Der Aufpasser löste daraufhin sofort Alarm aus. Doch die Täter hatten die Zelle bereits verlassen und die Flucht ergriffen. Ein Arzt kümmerte sich anschließend um die Verletzungen von S.

Angst vor weiteren Übergriffen in dem Gefängnis Heidering braucht der 28-Jährige übrigens nicht zu haben. Denn nach Informationen der "BZ" könnte der Berliner-U-Bahn-Treter bald in einen anderen Knast kommen.

"Er sollte jetzt aus Sicherheitsgründen in eine andere Haftanstalt verlegt werden. In Berliner Haftanstalten ist er nicht sicher", so ein Polizist gegenüber der Boulevardzeitung.

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(wil)

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