Beschwerde über Personalnot bei Buwog-Ermittlungen

Die Debatte über Personalnot in der Justiz bei aufwendigen Ermittlungen in Wirtschaftskriminalitäts- und Korruptionsverdachtsfällen wird durch einen "Falter"-Bericht neu angefacht.

Die Debatte über Personalnot in der Justiz bei aufwendigen Ermittlungen in Wirtschaftskriminalitäts- und Korruptionsverdachtsfällen wird durch einen "Falter"-Bericht neu angefacht.

Demnach hätte der mit dem ermittelnden Buwog-Grasser-Staatsanwalt Gerald Denk - zumindest zum Zeitpunkt der Dienstbesprechung im Jänner 2011 - an massiver Personalnot gelitten. Das Innenministerium weist den Vorwurf, es habe nicht genügend Ermittler zum Thema Buwog gegeben, zurück.

Für den Sprecher der Staatsanwälte-Vereinigung, Gerhard Jarosch, ist dieses Problem nicht neu. "Es wird schon besser, aber grundsätzlich haben wir nicht genug Leute". Nicht nur die Staatsanwälte, auch die Ermittler müssten hoch spezialisiert sein. Daher habe auch die Polizei eine eigene Ausbildungsschiene für Ermittler in Wirtschafts- und Korruptionssachen entwickelt. Wünschenswert wären noch mehr gut ausgebildete Ermittler, "aber die Leute fallen ja nicht von den Bäumen".

"Schwiegermutter-Geld" von Porr?

Wie der "Falter" weiter berichtet, könnte das angebliche "Schwiegermuttergeld" aus einem Geschäft von Grassers Freund Walter Meischberger mit dem Baukonzern Porr stammen.

Während Grasser beteuert, er habe eine halbe Million Euro von seiner Schwiegermutter in bar zur Veranlagung erhalten, verfolgen laut "Falter" die Ermittler eine Spur, die zu einer Porr-Provision von 500.000 Euro für Meischberger im Zusammenhang mit der Einmietung von 400 Finanzbeamten in ein Porr-Gebäude in der Brehmstraße in Wien-Simmering führt.

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