Der Hochsommer beschert uns ein besonderes Himmelsspektakel: Der Meteorschauer der Perseiden erreicht in der Nacht vom 12. auf den 13. August seinen Höhepunkt. Wer den Blick in den Nachthimmel richtet, kann mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde rechnen.
Die besten Beobachtungszeiten liegen zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens. In der zweiten Nachthälfte steht das Sternbild Perseus, aus dem die Sternschnuppen scheinbar kommen, höher am Himmel. Das macht die Beobachtung noch einfacher.
Heuer sind die Bedingungen besonders günstig, berichtet Der Spiegel. Neumond fällt exakt auf das Maximum der Perseiden, wodurch kein störendes Mondlicht den Blick auf die Sternschnuppen trüben kann. Zudem verspricht die Wettervorhersage weitgehend klaren Himmel.
Die Perseiden entstehen, wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne eine Wolke winziger Teilchen kreuzt. Diese stammen vom Kometen 109P/Swift-Tuttle, der auf seinem Weg durchs Sonnensystem Staub hinterlässt. Mit einer Geschwindigkeit von 216.000 Kilometern pro Stunde treffen die Partikel auf die Erdatmosphäre und verglühen dabei.
Die oft nur stecknadelkopfgroßen Staubteilchen erzeugen in einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern die charakteristischen Lichterscheinungen. Dabei leuchtet nicht das Teilchen selbst, sondern die Luft drumherum.
Wichtig ist ein Beobachtungsort mit möglichst dunklem Himmel. Ferngläser oder Teleskope sind nicht nötig - im Gegenteil, sie sind sogar hinderlich. Mit bloßem Auge lassen sich etwa 60 bis 70 Sternschnuppen pro Stunde erkennen.
In Städten ist die Ausbeute durch Lichtverschmutzung geringer. In Wien sind in der Innenstadt nur drei bis sechs Perseiden pro Stunde sichtbar, am Stadtrand bereits sechs bis 15. Die besten Bedingungen gibt es fernab von künstlichen Lichtquellen, etwa in den dünn besiedelten Alpenregionen.
Wer am Mittwochabend keine Zeit hat, kann die Perseiden auch in den Nächten davor und danach beobachten - wenn auch in abgeschwächter Form.