Betonblöcke kein Schutz vor Terror-Anschlägen

Am Steirerfest sollten große Steine die Besucher am Rathausplatz vor Lkw-Anschlägen schützen. Ein Test zeigt: Nicht einmal Betonsperren nutzen etwas.

Terror-Anschläge mit Fahrzeugen wie in Nizza, Berlin oder Stockholm wären auch bei uns möglich. Stadt und Polizei wollen die Gefahr mit Absperrungen und Pollern ausmerzen.

Doch Betonsperren und Poller sind keine Wunderwaffe gegen Terroristen. Das deutschen Dekra-Instituts testete nun im Auftrag des MDR-Fernsehens die Wirksamkeit der schwersten Betonblöcke mit einem Gewicht von 2,4 Tonnen. Überraschendes Ergebnis: Zweimal durchbrach ein vollbeladener Lkw mit einem Gesamtgewicht von zehn Tonnen und einer Geschwindigkeit von 50 km/h die massiven Betonsperren.

Fazit des TV-Tests: "Die verwendeten Anti-Terror-Betonsperren zum Schutz von Besuchern auf Großveranstaltungen bieten keinen ausreichenden Schutz vor Anschlägen mit Lkw."

In Wien sollen jetzt Poller die City an fünf Stellen sichern – "Heute" berichtete. Wirksam sind aber laut Experten nur die teuren Absperrbolzen: Diese müssten laut "Kurier" zwei Meter in den Boden eingegraben werden und kosten bis zu 50.000 Euro pro Stück. Sie sollen dafür einen 30-Tonner mit 80 km/h stoppen können. Alles darunter hält Terroristen kaum auf, die Steine am Rathausplatz hätten vielleicht einen Geländewagen stoppen können, sind sich Sicherheitsexperten einig.

(pet)

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