Betreuerin stahl sterbender Seniorin (76) 57.000 Euro

Bild: Heute/Wessely

Mehr um die eigenen maroden Finanzen als um die sterbende Patientin kümmerte sich eine Pflegerin (54) im Bezirk Lilienfeld: Sie stahl ein Sparbuch, wurde aber überführt und musste nun in St. Pölten vor Gericht.

Nur zwei Wochen nach den („Heute“ berichtete) musste sich jetzt eine 54-jährige Mitarbeiterin einer bekannten Betreuungseinrichtung vor Gericht in Sankt Pölten verantworten.

Die „gute Seele“ hatte sich nach außen hin rührend um eine 76-Jährige gekümmert. Als die Rentnerin ihre letzten Atemzüge tat, poschte die Betreuerin und zugleich Hausmeisterin des Heims mit dem anonymen Sparbuch ab. Erst als ein misstrauischer Erbe stutzte, fiel der Verdacht auf die Pflegerin, die die Vorwürfe hysterisch bestritt. Doch unter deren Matratze fanden die Ermittler 40.000  und das geschredderte Sparbuch.

„Sie hat mir das Geld vermacht. Einen Teil für mich, den Rest sollte ich spenden“, so die 54-Jährige beim Prozess. „Eine Schutzbehauptung“, konterte der Staatsanwalt. Das sah auch der Richter so: 15 Monate bedingte Haft – nicht rechtskräftig.

 

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