Betreuerinnen von Elias (4) werden angeklagt

Nach einem tragischen Unfall im Sommer ist Elias (4) ein Pflegefall.
Nach einem tragischen Unfall im Sommer ist Elias (4) ein Pflegefall.Bild: privat

Elias (4) aus Völkermarkt (Ktn.) ist nach einem Ausflug ins Schwimmbad ein Pflegefall. Zwei Kindergärtnerinnen und der Bademeister müssen sich nun verantworten.

Das Schicksal des kleinen Elias (4) aus Völkermarkt bewegte Österreich: Der Bub war im Sommer bei einem Kindergarten-Ausflug mit 17 anderen Kindern ins Freibad ins Wasser gefallen und untergegangen. Er war rund zehn Minuten unter Wasser und wurde nach dem tragischen Unfall zum Pflegefall. Zwei der damals anwesenden Kindergärtnerinnen wurden nun wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt, ebenso wie der Bademeister. Ihnen drohen bis zu sechs Monate Haft.

Drei Betreuerinnen für 17 Nicht-Schwimmer zu wenig

Gegenüber der "Kleinen Zeitung" erklärt Markus Kitz von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt: "Der Strafantrag heißt nicht, dass Kindergärten künftig keine Waldausflüge mehr machen dürfen oder nicht mehr ins Freie gehen sollen." Vielmehr gehe es darum, ausreichend Betreuer dabeizuhaben, wenn man mit so vielen Kindern, die nicht schwimmen können, ins Bad geht. Es waren nur drei Betreuerinnen dabei, das war "zu wenig".

Die dritte Kindergärtnerin war eine Praktikantin und zum Zeitpunkt des Unfalls mit vier anderen Kindern auf der Toilette, deshalb wurde sie nicht angeklagt.

Der Bademeister habe wegen Wartungsarbeiten "keine Überwachungsaufgabe durchgeführt", so Kitz weiter, deshalb müsse auch er sich verantworten.

(sk)

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