Betriebe wollen mehr Job-Chancen für Aslywerber

Mehrere Unternehmen verlieren ihre Lehrlinge, weil diese negative Asylbescheide erhalten. Ministerin Karin Kneissl kritisiert falsche Hoffnungen.

In sogenannten "Mangelberufen" arbeiten viele Asylwerber als Lehrlinge, doch immer mehr erhalten negative Asylbescheide. Das wird nicht nur von Politikern kritisiert ("Heute" berichtete), sondern auch von Betrieben, die sich auf diese Arbeitskräfte verlassen. Sie fordern, dass Asylwerber ihre Lehre fertig machen dürfen und zumindest zwei Jahre lang eine Arbeitsmöglichkeit haben.

Betriebe wollen Lehrlinge behalten

Hotelbetreiberin Barbara Kocher-Oberlehner bei einer Pressekonferenz am Freitag: "Die ganze Hoffnung wird nicht nur dem Asylwerber, dem Lehrling, genommen, sondern auch dem Betrieb."

Martina Gusenbauer von der Malerei Hauser sieht sich mit einem negativen Asylbescheid für ihren Lehrling Amir konfrontiert. Man investiere in die Ausbildung, was sich wirtschaftlich auszahle. Daher sei es gut, wenn der junge Mann länger im Betrieb bleiben könnte.

Kneissl kritisiert falsche Hoffnungen

Außen- und Integrationsministerin Karin Kneissl reagierte auf diese Fälle mit einer Aussendung am Freitag: "Der Ausgang eines rechtsstaatlichen Verfahrens ist zu akzeptieren. Ein Ausbildungsverhältnis könne aber nicht einfach eine rechtsstaatliche Entscheidung aushebeln. "Selbstverständlich verstehe ich die persönliche Betroffenheit, aber leider hat man diesen Jugendlichen falsche Hoffnungen gemacht", so Kneissl.

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(lu)

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