Betriebsversammlung bei der AUA

Das fliegende Personal der Austrian Airlines (AUA) hält derzeit eine Betriebsversammlung ab. Durch die Informationsveranstaltung kommt es am Flughafen Wien zu kurzfristigen Flugausfällen und Verspätungen.

Hintergrund sind die kürzlich vom Management vorgelegten Eckpunkte für einen neuen Kollektivvertrag. Damit will der Vorstand der Airline die Klagen gegen den aus dem Jahr 2012 aus dem Weg räumen.

Belegschaft lehnte Angebot ab - Streik?

"Wir wollen weiterverhandeln", betont Karl Minhard, Vorsitzender des Betriebsrats Bord der AUA, im Anschluss an die Betriebsversammlung des fliegenden Personals mit knapp 1.000 Teilnehmern, bei der sich der Betriebsrat das Okay für Arbeitskampfmaßnahmen "bis hin zum Streik" geholt hat.

"Das KV-Angebot der Geschäftsführung beinhaltet aber zahlreiche Verschlechterungen. Die Belegschaft hat den Vorschlag des AUA-Vorstands nicht als Friedensangebot betrachtet und es einstimmig abgelehnt. Das Angebot untergräbt die Berufsbilder der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie der Pilotinnen und Piloten massiv", sagt Minhard.

Chaos in Schwechat

Bereits im Vorfeld waren für heute schon insgesamt 32 Flüge gestrichen worden. Für die verbleibenden Kurse war die Fluganzeigetafel wegen deutlicher Abflugsverzögerungen bis in die Mittagsstunden rot gefärbt. Die Langstreckenkurse von Wien-Schwechat nach Washington, Toronto und New York heben ebenfalls erst kurz vor 13 Uhr ab.

Die meisten AUA-Maschinen standen mit zweieinhalbstündiger Verspätung am Flugplan, eine Maschine nach Venedig (Planabflug 9.10 Uhr) war erst für 12.40 Uhr anberaumt. Ab den Mittagstunden sollte sich der Flugbetrieb wieder normalisiert haben.

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