Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen einen leidenschaftlichen Briefmarkensammler. Der Mann war in einem Dachverband als Kassier tätig, geriet nach dem Tod seiner Frau im Vorjahr auf die schiefe Bahn.
Weil er nicht alleine sein wollte, suchte der Philatelist auf Datingbörsen im Netz nach neuem Glück – hatte dabei aber leider Pech. Der Wiener stellte zwar schnell Kontakt zu einer neuen Frau her, hinter dem Profil verbargen sich jedoch laut "Krone"-Bericht gewiefte Betrüger.
Die Kriminellen gaukelten dem Vereinskassier mit gefälschten Dokumenten ein Erbe vor. Um dieses auslösen zu können, forderten die Verdächtigen Geld.
Der Briefmarkensammler fiel auf die als "Lovescam" bekannte Betrugsmasche mit Fake Profilen im Netz herein, überwies den Kriminellen angeblich mehr als 700.000 Euro.
Dabei verlor er nicht nur seine gesamten Ersparnisse, sondern soll sich auch aus der Kassa der Briefmarkenvereine bedient haben. Im Februar flog laut "Krone" alles auf, die Ermittlungen sind umfangreich. Der Beschuldigte ist auf freiem Fuß, es gilt die Unschuldsvermutung.