Betrüger brachte 9 Damen mit Vorname Anna um Vermögen

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Der Capo (32) einer Betrügerbande hatte mit dem "Neffentrick" neun ältere Damen in NÖ und Wien getäuscht und um ein Vermögen gebracht.

Wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges saß ein 32-Jähriger gestern in St. Pölten auf der Anklagebank: Via Telefonbuch hatte der 32-Jährige ausschließlich Frauen mit dem Vornamen Anna ausgewählt. Dann rief er laut Anklage die Damen an, gab sich als Verwandter in finanzieller Not aus und bat um Barschaft.

"Anwältin holte Geld"

Tatsächlich fielen mehrere Frauen auf den Trickbetrüger herein, wollten ihm helfen. Da er aber selbst verhindert sei, müsse ein Bote oder eine Anwältin das Geld abholen. Neun Mal hatte er so in St. Pölten und Wien Erfolg, lockte den Opfern (78 bis 90) zwischen 5.000 und 50.000 € heraus.

Erst eine Wienerin roch schließlich den Braten, rief die Polizei, die den 32-Jährigen bei einer geplanten Geldübergabe festnehmen konnte.

Gspusi mit Frau von Komplizen?

Beim Prozessauftakt im Sommer bestritt er alle Vorwürfe, aber sogar seine Ex-Schwiegermutter belastete ihn. Da gestern zwei bereits verurteilte Komplizen als Belastungszeugen fehlten und eine Zeugin krank war, musste erneut vertagt werden. Ein Komplize solle ja laut Angeklagtem nur gegen ihn aussagen, weil er angeblich ein Gspusi mit dessen Frau hatte. "Aus Rache", so der Angeklagte.

Ein Urteil soll am 10. März 2020 erfolgen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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