Betrüger kassierte 14 Millionen für Netflix-Film

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Das Logo von NetflixBild: Netflix
Adam Joiner aus Kalifornien wird Überweisungsbetrug, Geldwäsche und Identitätsdiebstahl vorgeworfen.
Ein lukrativer Deal mit Netflix verspricht hohen Profit. Genau das soll sich Adam Joiner zunutze gemacht und Investoren auf eine falsche Fährte gelockt haben. Einem Bericht von "The Hollywood Reporter" zufolge, ließ er sich Geld für eine vermeintlich Star-gespickte Produktion auszahlen, von der das Streaming-Portal noch nie gehört hatte.

Legendär?

Angeblich erleichterte Joiner mit gefälschten Dokumenten (und gefälschten Unterschriften) Investment-Firmen aus Südkorea und China um 14 Millionen Dollar (ca. 12,6 Millionen Euro). Diese hätten in ein Projekt mit dem Titel "Legends" fließen sollen – ein "anachronistischer Mix aus legendären und historischen Figuren aus dem Amerika des 19. Jahrhunderts, wie etwa Davy Crockett, Calamity Jane, Paul Bunyan und John Henry."

Joiner, Chef seiner eigenen Firma Dark Planet Pictures, LLC, holte den Produzenten Don Murphy ("From Hell", "Natural Born Killers") an Bord, der allerdings 2017 wieder ausstieg. Den Investoren legte Joiner ein fertiges Skript und einen gefälschten Vertrag mit Netflix vor.

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5 Millionen für Villa, 30 Jahre Haft?

Schließlich konnte Joiner die Geldgeber nicht länger hinhalten. Das FBI begann zu ermitteln und stellte fest, dass er fünf Millionen Dollar für ein Anwesen in Manhattan Beach ausgegeben und 4,3 Millionen auf ein Konto überwiesen hatte, das mit einem anderen, noch nicht produzierten Film von Joiner in Verbindung stehen könnte.

Joiner drohen nun bis zu 30 Jahre Haft. "Legends" wird Netflix wohl nicht unter seine Fittiche nehmen, vielleicht ist ja die Lebensgeschichte des angeblichen Betrügers ein Fall für das Streaming-Portal.

(lfd)



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