Betrüger "verwandelten" weißes Papier in Geld

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Die oberösterreichische Polizei hat Montagabend die Festnahme von zwei Betrügern bekannt gegeben, die mit einem "Geldwäsche"-Trick zigtausende Euro erbeutet haben. Weitere Geschädigte werden vermutet, sie sind aufgefordert , sich zu melden.

Die oberösterreichische Polizei hat Montagabend die Festnahme von zwei Betrügern bekannt gegeben, die mit einem "Geldwäsche"-Trick zigtausende Euro erbeutet haben. Weitere Geschädigte werden vermutet, sie sind aufgefordert , sich zu melden.

Die beiden verdächtigen Staatsbürger aus Kamerun im Alter von 33 und 44 Jahren, die in Linz wohnhaft sind, sollen ihren Opfern vorgegaukelt haben, sie könnten weiß eingefärbte Geldscheine unter Verwendung von chemischen Substanzen in ihren ursprünglichen Zustand zurückverwandeln.

Das Geld sei in Afrika aus einem Spendentopf der EU abgezweigt, weiß eingefärbt und so nach Europa geschmuggelt worden. Zur Rückverwandlung der weißen Geldscheine sei jedoch der Einsatz von echten Banknoten, vorwiegend 500 Euro Scheinen, notwendig. So könnten mit einem echten Schein zwei "weiße" Scheine wieder zurückverwandelt werden. Das zeigten die beiden mutmaßlichen Betrüger den späteren Geschädigten mit großer Fingerfertigkeit vor.

Geld gegen Kopien getauscht

Diese ließen sich überzeugen und stellten den beiden Männern anschließend jeweils mehrere tausend Euro zur "Vermehrung" zur Verfügung. Das Duo wechselte jedoch bei dem "Verfahren" das echte Geld gegen wertlose Farbkopien oder weißes Kopierpapier aus. Die Opfer bemerkten den Schaden viel später, denn laut den Tätern sei die Umwandlung erst nach einigen Tagen abgeschlossen und bis dahin müsse das Geld in Alu-Folie samt angeblichen "chemischen Substanzen" eingewickelt bleiben.

Aufgeflogen sind die beiden Kameruner, als sie ihre Betrugsmasche am 3. Jänner an einem 42-Jährigen aus Ried im Innkreis versuchten, um ihm 40.000 Euro abzunehmen. Beamte des Landeskriminalamtes Oberösterreich der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) und der Polizeiinspektion Ried setzten dabei dem Treiben der beiden ein Ende und nahmen sie fest.

Weitere Opfer gesucht

Der 44-Jährige und ein bisher weiterer noch unbekannter Verdächtiger führten diesen "Geldvermehrungstrick" bereits im vergangenen Dezember in Andorf im Bezirk Schärding durch, wobei es ihnen gelang, einem 32-Jährigen insgesamt 20.000 Euro herauszulocken. Das erbeutete Bargeld konnte vorerst nicht sichergestellt werden.

Bei Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler eine große Menge von vorbereitetem, auf Geldscheingröße zugeschnittenem Papier sicher. Sie gehen davon aus, dass die beiden Täter im gesamten Bundesgebiet mehrere derartige Betrugshandlungen verübten, die aber von den Geschädigten aus verschiedenen Beweggründen bisher noch nicht zur Anzeige gebracht wurden.

Der 44-Jährige gab bei der Einvernahme an, dass er in Linz einer nicht näher bekannten Person auf diese betrügerische Weise 80.000 Euro herausgelockt habe. Er und mögliche weitere Geschädigte sind aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden.

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