"Krebskranker" wollte Frau um 23.000 € erleichtern

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Er (31) gab vor todkrank zu sein, die ältere Dame (85) glaubte ihm. Mit dieser Masche finanzierte sich der 31-Jährige jahrelang vom Geld der Frau.

Wie lange wäre der Tatverdächtige mit seiner erfundenen Geschichte noch durchgekommen? Erst als die Cousine (68) des Opfers (85) bei der Polizei anrief, flog der 31-Jährige auf. Sie gab an, dass der ominöse Bekannte seit Jahren behauptete, schwer krank zu sein. Nachdem ihn der Krebs dahingerafft hätte, würde seine Familie auf der Straße landen. Aus diesem Grund machte sie ihm öfters großzügige Geldgeschenke. Mehrmals versuchte die 68-Jährige ihre ältere Cousine zu überzeugen, dass es sich um Betrug handelt.

23.000 für Wohnung in Bukarest

Als die beiden schließlich einen Übergabetermin für Dienstagvormittag in einem Lokal in der City vereinbarten, hätte der Verdächtige 23.000 Euro erhalten sollen. Mit diesem Geld sollte ein Wohnungskauf in Bukarest finanziert werden – damit seine Familie nicht obdachlos wird. Der 68-Jährigen reichte es nun endgültig, sie alarmierte die Polizei: Statt mit Geldkoffer verließ der ewig Todkranke das Lokal in der Singerstraße mit Handschellen.

Der Rumäne wurde wegen des Verdachts des schweren Betrugs angezeigt. Wie die Polizei herausfand, war die Betrogene seit mindestens zehn Jahren die unfreiwillige Gönnerin des Scharlatans. Dieser wurde nun in die Justizanstalt eingeliefert. (bai)

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