Betrunken am Steuer: "Da hast 200€, Herr Inspektor"

Anwalt N. Hofstätter holte mildes Urteil nach turbulenter Alko-Kontrolle.
Anwalt N. Hofstätter holte mildes Urteil nach turbulenter Alko-Kontrolle.Bild: picturedesk.com (Symbol), privat
Eine "bsoffene Gschicht" brachte jetzt einen Techniker und vierfachen Vater vor Gericht: Er hatte im Rausch ein Rad gestohlen, in einen Bus geladen und fuhr los. Weil er einen Verkehrskegel mitnahm, wurde er gestoppt....
Geläutert nahm ein Arbeiter (29) aus NÖ Platz auf der Anklagebank am Landesgericht Sankt Pölten. Eine übermütige Rauschaktion hatte den fleißigen technischen Arbeiter dort hingebracht: Der 29-Jährige hatte mit einem Bekannten gezecht, das Duo wankte aus dem Lokal, setzte sich auf ein fremdes Rad und fuhr Richtung Kleinbus. Das Rad wurde ins Fahrzeug geladen und los ging die wilde Fahrt.

Dass der 29-Jährige einen Verkehrskegel rasiert hatte, bekam der Lenker nicht mit, die Polizei sehr wohl, stoppte den Lenker bei Tulln – der 29-Jähriger hatte Erklärungsbedarf. Als der 29-Jährige dann zum Alkotest aufgefordert wurde, bot er dem Polizisten 200 Euro an: "Und dann ist halt mein Freund gefahren und passt schon." Der Polizist wies den Alko-Lenker auf die Anstiftung zum Amtsmissbrauch hin, der Lenker zückte erneut zwei Hundert-Euro-Scheine.

Nur Geldstrafe

Die Folge: mehrere Anzeigen bei der Bezirkshauptmannschaft, Führerscheinentzug und eine Verhandlung am Landesgericht. Vor Gericht zeigte sich der Arbeiter einsichtig, sein Anwalt Normann Hofstätter: "In seiner Verzweiflung hat mein Mandant einen Blödsinn gemacht." Mit 720 Euro Geldstrafe wegen des Versuches der Anstiftung zum Amtsmissbrauch kam der Arbeiter äußerst glimpflich davon. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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