Betrunkener Polizist (58) rammt Radler – "wegen Wespe"

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Ein Wiener Polizei-Beamter lenkte mit 1,6 Promille ein Fahrzeug im Dienst, übersah einen Radler und verletzte ihn. Nun bekam er 5 Monate Haft.

Kuriose Ausrede für ein furioses Fehlverhalten: Wegen einer Wespe habe ein 58-jähriger Wiener Kriminalbeamter angeblich zu spät gebremst. Am 29. August des vergangenen Jahres erwischte er einen 23-Jährigen Fahrradfahrer in Wien-Döbling. Der junge Mann stürzte kopfüber über den Lenker und brach sich einen Brustwirbel. Noch heute kämpft er mit den Beschwerden. Doch die verspätete Bremsung war nicht das einzige Vergehen des wegen fahrlässiger Körperverletzung Angeklagten, wie am Mittwoch am Wiener Landesgericht herauskam.

Betrunken im Dienst

Schon vor der Arbeit "frühstückte" der Beamte ein großes Bier. In einer mehrstündigen Pause um die Mittagszeit setzte er sich zum Wirten (Anm.: ja, die waren damals geöffnet), trank drei weiter Biere und eine ungeklärte Menge an Stamperl mit Schnaps "aus dem Osten". Dann setzte er sich wieder in seinen Wagen, den er dienstlich an einem Ort abliefern sollte und fuhr los. Auf der Döblinger Hauptstraße übersah er den an einer roten Ampel wartenden Radfahrer. "Es war heiß, außerdem war ich wegen einer Wespe abgelenkt", befand der Beamte die Schuld nicht bei sich. Der Richter schon. Fünf Monate bedingte Haft, und 5000 Euro unbedingte Geldstrafe, bereits rechtskräftig. Außerdem erwarten den Verurteilten neben dem Verlust seines Führerscheins auch ein Disziplinarverfahren in der Arbeit, sowie kostspielige Regresse von Versicherungen.

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