Österreich

Bettelverbot in der Stadt noch in der Warteschleife

Heute Redaktion
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Verzögerung: Stadtchef Schroll musste die Verbotszonen genauer definieren.
Verzögerung: Stadtchef Schroll musste die Verbotszonen genauer definieren.
Bild: Gemeinde Ybbs

Im März kündigte Stadtchef Alois Schroll (SP) ein Bettelverbot für Ybbs (Bez. Melk) an. Umgesetzt wurde es noch nicht. Grund: Die Standorte wurden nicht klar definiert.

Vor den Einkaufszentren "Ybbsilon" und "Kauf ein" mehrten sich im März Beschwerden wegen aggressiven Bettelns. Stadtchef Schroll reagierte, kündigte ein Verbot an (Heute berichtete). Es wurde im Gemeinderat beschlossen, ein Antrag an das Land geschickt.

Passiert ist bis jetzt aber nichts. "Dem zuständigen Landesrat Tillmann Fuchs waren die Angaben nicht klar genug definiert," begründet Alois Schroll die Verzögerung. Es müssen genaue Orts- und Zeitangaben angeführt werden. Dies wurde jetzt nachgeholt und der Stadtchef hofft auf eine Freigabe vom Land noch im Juli.

Die Bereiche für ein sektorales Bettelverbot wurde erweitert. Zusätzlich zu den beiden Einkaufszentren soll es auch am Hauptplatz, bei der Stadtpfarrkirche und an der Schiffsanlegestelle gelten.

"Allein die Ankündigung hat schon was bewirkt, einige Bettler hat es abgeschreckt, sie sind weitergezogen", erklärt Schroll.

(ste)