Bewährungshilfe warnt vor Kollaps

Die Bewährungshilfe steht vor der Zerreißprobe: Ab 2010 müssen mit weniger Geld mehr Klienten betreut werden. Ich fürchte, so Bereichsleiterin Magdalena Pernerstorfer, dass wir bei den Jugendlichen den Einsatz reduzieren müssen, obwohl diese ein größeres Entwicklungspotenzial haben.

Sexualdelikte, Mord, Gewalt: Wir kriegen von vornherein schwierige Fälle, jene, die gerade noch eine Chance kriegen. Das sind alles schwierige Persönlichkeiten, die einen hohen Bedarf an Unterstützung haben, erklärt Magdalena Pernerstorfer.

Prekär: Ab 2010 werden zur Senkung der Personalkosten einige der 56 Mitarbeiter in die Teilzeit wechseln. Dann müssen wir bei jenen Klienten Abstriche machen, die als weniger gefährlich eingestuft werden - den Jugendlichen, so die Sozialarbeiterin. Jährlich werden in Niederösterreich 1300 Klienten betreut - die Tendenz ist steigend. Oberstes Ziel ist, Rückfälle zu vermeiden. Erfolgsquote: 59 Prozent.

Elisabeth Czastka

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