Beweisstück: Angeklagter zeigt Gericht seinen Penis

Senkt er seinen Blick vor Scham? Angeklagter Desmond J. (26) zeigte den Geschworenen seinen Penis.
Senkt er seinen Blick vor Scham? Angeklagter Desmond J. (26) zeigte den Geschworenen seinen Penis.Bild: US-Polizei
Vor Gericht ließ dieser US-Angeklagte (26) tatsächlich die Hosen runter! Er wollte der Jury damit seine Unschuld beweisen ...
So einen Auftritt hat das ehrwürdige Gericht in New Haven (Connecticut) sicher noch nicht erlebt. Um seine Unschuld zu beweisen, zog sich ein Angeklagter jetzt vor den Geschworenen aus. Die Jury zeigte sich geschockt, aber nicht beeindruckt ...

Laut US-Medien soll Desmond J. (26) 2012 eine Frau vergewaltigt haben, deshalb wurde ihm jetzt der Prozess gemacht. Delikat: Das Opfer hatte damals unter anderem ausgesagt, dass der Penis ihres Peinigers viel heller als der Rest des Körpers gewesen sei. Auf diesen Punkt versteifte sich jetzt die Verteidigung des Afroamerikaners und argumentierte, dass J. nicht der Täter gewesen sein kann, da sein bestes Stück sogar dunkler als seine Hautfarbe sei.

Der Richter hatte die Jury nicht vorgewarnt

Der beste Weg, um das zu beweisen – so der Anwalt – sei, der Jury das an Ort und Stelle zu beweisen. Aber: Richter Elpedio Vitale hatte den "Gerichtsstriptease" zwar erlaubt, die zwei Frauen und sechs Männer der Jury aber nicht vorgewarnt – er wollte, dass sie "unvoreingenommen" sind. Immerhin bat er die Geschworenen und den Angeklagten in einen Nebenraum – dem Publikum im Gerichtssaal wollte er die offenherzige Beweisführung nicht zumuten.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Laut Augenzeugen war die Jury dann geschockt, als Desmond J. unvermittelt seinen Penis für mehr als zehn Sekunden zeigte. Der Verteidiger erklärte dann: "Sie haben jetzt gesehen, dass der Penis meines Mandanten dunkler ist als der Rest seines Körpers und er deshalb nicht der Täter sein kann!" Doch die zuständige Staatsanwältin blieb hart und argumentierte, dass dies kein Beweis sei – kein Mensch wisse, wie die Lichtverhältnisse am Tatort und die Schambehaarung des mutmaßlichen Täters vor sechs Jahren gewesen seien. "Sie haben jetzt seinen Penis gesehen – na und? Das beweist gar nichts", so Stacey Miranda.

Seit dem Striptease ist der Gerichtssaal überfüllt

Die Einwände von Miranda sind berechtigt. Grund: Von Desmond J. waren auch DNA-Spuren am Tatort gefunden worden. Der Prozess wird nun fortgesetzt. Allerdings denkt der Richter über eine Verlegung nach. Denn seit Bekanntwerden der Striptease-Show ist der Gerichtssaal hoffnungslos überfüllt ...

(tas)

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