Bewerberin ist empört, weil Chef "Ausländer" ist

Der Chefredakteur von "medianet", Dinko Fejzuli, ist von einer Bewerberin schockiert. Sie möchte aufgrund seines Namens nicht bei ihm arbeiten.
Der Newsletterservice von "medianet " informiert seine Leserschaft über aktuelle und praxisrelevante Themen der heimischen Wirtschaft. "medianet"-Chefredakteur, Dinko Fejzuli, bekam nun ein Bewerbungsschreiben von einer Volksschullehrerin, die sich offenbar als Redakteurin bewerben wollte.

Doch als die Frau auf den Namen ihres möglichen Chefs aufmerksam wurde, schrieb sie eine schockierende Nachricht an ihn. "Ich wusste nicht, dass ein Mann ausländischer Herkunft die Chefredaktion eines österreichischen Mediums über hat, sonst hätte ich mir erst gar nicht beworben!", so die Unbekannte. Weiters fordert sie Herrn Fejzuli dazu auf, ihre abgeschickte Bewerbung inklusive Lebenslauf zu löschen.

Dinko Fejzuli konnte kaum glauben, was er da las und beschloss, die Nachricht mit dem Hashtag #Alltagsrassismus öffentlich zu posten. User teilten den Screenshot innerhalb zwei Stunden mehr als 120 Mal und zeigen sich schockiert über die Aussagen der Frau. Was die User unter den Kommentaren besonders aufregt: Die Bewerberin unterrichtet offensichtlich auch noch in einer Volksschule kleine Kinder. "Eigentlich müsstest du es dem Wiener Stadtschulrat melden. Die Dame bringt Volksschülern 'Werte' bei", so ein kommentierender User.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Bin über Rassismus in einer Bewerbung überrascht"



Gegenüber "heute.at" sagt Chefredakteur Fejzuli: "Ich bin überrascht, dass es Menschen gibt, die es sogar in einer Bewerbung schaffen, ausländerfeindliche Statements zu bringen." Des weiteren mutmaßt er über die Hintergründe der rassistischen Äußerungen: "Möglicherweise war das die Reaktion einer enttäuschten Bewerberin, der ich davor abgesagt hatte".

Als Antwort bekam die Frau folgende E-Mail:







(mz/mj)

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