Niederösterreich

BH wegen Corona zu: Lenker verlor erneut Führerschein

Ein Pendler aus dem Waldviertel wollte sich am 17. März freudig den Führerschein wiederholen, doch die BH hatte zu. Bei der Fahrt zu den Eltern wurde er von der Polizei gestoppt, sagte die Wahrheit und verlor den "Deckel" erneut für lange Zeit.
26.05.2020, 15:03

"Dumm gelaufen" oder "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" - beide Sprüche treffen auf einen Waldviertel zu: Der End-Vierziger, der beruflich sehr auf seinen Wagen angewiesen ist, hatte zu Recht den Führerschein verloren. Er war bei einer Alko-Kontrolle mit 0,9 Promille erwischt worden. Die Folge damals: Strafe und Entzug der Lenkerberechtigung bis 17. März 2020.

BH zu wegen Corona

Am Dienstag, 17. März 2020, begab sich der Mann mit dem Zug zur Bezirkshauptmannschaft Krems, um sich seinen "Schein" wiederzuholen. Doch die Behörde hatte wegen der Coronapandemie geschlossen. 

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Also fuhr er mit dem Zug wieder nach Hause und dann mit dem Pkw zu seinen Eltern. Denn er war der festen Überzeugung: "Ich habe den Führerschein nur nicht bekommen, weil die BH zu hatte." Pech: Auf der Fahrt zu den Eltern wurde der Lenker von der Polizei gestoppt, er erzählte den Beamten wahrheitsgetreu die ganze Geschichte. 

Wieder 3 Monate Entzug

Die Polizisten überprüften die Story und stellten fest: Führerscheinentzug bis einschließlich 17. März 2020. Hätte er gelogen und gesagt, er hätte den Führerschein vergessen, wäre womöglich bis auf ein Organstrafmandat nichts passiert. 

Jetzt bekam der Mann laut "Bezirksblätter" einen neuen Bescheid: Wieder Führerscheinentzug für drei Monate plus eine saftige Geldstrafe. Begründung: Er ist trotz Führerscheinentzug mit dem Auto gefahren, gilt daher als unzuverlässig. 

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