Wintersport

Biathlon-Star bricht nach der Ziellinie zusammen

Die Biathlon-Verfolgung der Damen endete für die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold mit einem Kollaps. Ihre Kolleginnen reagierten geschockt.
Erich Elsigan
13.02.2022, 14:49

Was für ein Drama! Die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold kämpfte in der Biathlon-Verfolgung lange um eine Medaille, rutschte auf den letzten Metern aber völlig entkräftet auf Rang 14 zurück - bei dichtem Schneefall und minus 14 Grad.

Den Preis für die Anstrengungen bezahlte die 25-Jährige nach dem Überqueren der Ziellinie. Tandrevold kollabierte, blieb benommen im Schnee liegen. Betreuer unterschiedlicher Nationen erkannten den Ernst der Lage, eilten herbei, trugen die völlig erschöpfte Athletin aus dem Areal.

Mannschaftsarzt Lars Kolsrud gab später Entwarnung: "Ingrid hat sich angezogen und sitzt nun da, isst und entspannt sich. Es tut ihr sehr leid, dass sie nicht die Position bekommen hat, die sie sich erhofft hatte. Sie war wirklich k.o., war aber die ganze Zeit bei Bewusstsein."

"Ich hoffe, es geht ihr gut"

Die Konkurrentinnen sorgten sich. "Ich hoffe, es geht ihr gut. Ich habe nur mitbekommen, dass die Norweger im Ziel zu ihr gestürmt sind", schilderte die Italienerin Dorothea Wierer die Szenen. "Ich denke, dass sie sich völlig verausgabt hat. Die Bedingungen heute sind extrem. Zu Wind und Kälte kommt der Schnee."

Lisa Hauser beendete den Bewerb als Siebente, Gold eroberte Tandrevolds Landsfrau Marte Olsbu Röiseland.

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