Einstieg auf Platz 1

Bier-Beben: Dominik Wlazny in Polit-Ranking vor Kickl

Marco Pogo landet bei seiner Premiere im "Heute"-Politbarometer gleich auf Platz eins. Hinter ihm am Podest: Herbert Kickl und Beate Meinl-Reisinger.

Clemens Oistric

Bereits den zweiten Monat in Folge muss sich der in Umfragen überlegen führende Herbert Kickl im "Heute"-Politbarometer knapp geschlagen geben – und zwar von einem Neuling: Lag im Dezember noch Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger überraschend in Front, schafft es Neo-Parteichef Dominik Wlazny (aka Marco Pogo) bei seiner Premiere auf das oberste Stockerl. Auf den Plätzen folgen dann der FPÖ-Chef und die pinke Frontfrau.

"Wenig Response durch Österreich-Rede"

Wlazny ist jener Politiker, der den Österreichern in den vergangenen 14 Tagen am ehesten positiv aufgefallen ist – nämlich 28 Prozent der Befragten (500 repräsentativ ausgewählte Online-User, Schwankungsbreite ± 4,4 Prozent). Herbert Kickl kommt auf 26 Prozent Zustimmung, polarisiert aber enorm. Er sieht sich mit 53 Prozent Negativ-Nennungen konfrontiert. Wie auch Kanzler Karl Nehammer, der aber auf Platz vier vorgerückt ist: Meinungsforscher Peter Hajek schränkt jedoch ein: "Er hat mit seiner Rede zum Österreich-Plan wenig Response bei den Wählern ausgelöst."

Die Datenlage ist sehr stabil. Dominik Wlazny hat als 'new kid on the block' gepunktet.
Peter Hajek
Meinungsforscher "Unique Research"

Wie sich der Polit-Experte die starke Performance des Bierpartei-Gründers erklärt? "Dominik Wlazny hat als 'new kid on the block' für die Ankündigung seines Antritts bei der kommenden Nationalratswahl positives Feedback bekommen. Als einziger politischer Akteur hat er sogar einen positiven Saldo bei seinen Werten. Das zeigt, welches Potenzial der Anti-Politiker Wlazny hat", so Hajek gegenüber "Heute".

Wie berichtet, hatte Dominik Wlazny am 18. Jänner angekündigt, dass er mit seiner Bierpartei bei der Nationalratswahl antreten will.

Wohl keinen Grund zum Überschäumen vor Freude liefert das Ergebnis von SPÖ-Vorsitzendem Andreas Babler. Der zweite Neo-Parteichef schneidet nur mäßig ab und kommt mit einem deutlich negativen Saldo von -19 auf Platz acht zu liegen.

Schallenberg holt laufend auf

Ein Blick auf das Regierungsteam zeigt, dass Alexander Schallenberg den Malus seiner Kurzzeit-Kanzlerschaft endgültig hinter sich gelassen hat. Der Außenminister, der sich zuletzt vor der UNO für eine Zwei-Staaten-Lösung und Frieden in Nahost eingesetzt hat, ist der am besten klassierte Minister. Mit einem Saldo von nur -3 liegt der ÖVP-Grande vor allen (!) Grün-Politikern.

Gewessler verliert weiter

Dort hat eine Dame einen besonders schweren Stand – nämlich Leonore Gewessler. Die Klima- und Infrastrukturministerin verlor auch im Jänner weiter und fiel gleich 45 Prozent der Befragten negativ auf. Nach wie vor Nachholbedarf, was seine Bekanntheitswerte anlangt, hat VP-Landwirtschaftsminister Norbert Toschnig, der mehr als einem Viertel der Österreicher kein Begriff ist. Er hat von Dezember auf Jänner den massivsten Negativ-Schub aller Minister hinnehmen müssen. Der Bauernbündler büßte gleich sieben Saldo-Punkte ein – wohl wegen seines Nicht-Engagementes beim Tierschutz in der Vollspaltböden-Causa.

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