Bier-Kartell kostete Verbraucher jährlich 432 Mio.

Die verbotenen Preisabsprachen der Bierbrauereien in Deutschland haben die Verbraucher nach Berechnungen der Verbraucherzentrale Hamburg pro Jahr über 400 Millionen Euro gekostet. Den Kunden sei jährlich ein Schaden von 432 Millionen Euro entstanden, sagte Verbraucherschützerin Silke Schwartau der "Bild"-Zeitung. Daher seien die vom Kartellamt verhängten Bußgelder von 106,5 Millionen Euro viel zu gering.
haben die Verbraucher nach Berechnungen der Verbraucherzentrale Hamburg pro Jahr über 400 Millionen Euro gekostet. Den Kunden sei jährlich ein Schaden von 432 Millionen Euro entstanden, sagte Verbraucherschützerin Silke Schwartau der "Bild"-Zeitung. Daher seien die vom Kartellamt verhängten Bußgelder von 106,5 Millionen Euro viel zu gering.

 "Die Strafgelder betragen noch nicht einmal ein Viertel der jährlichen Kunden-Abzocke." Das sei so nicht hinnehmbar und zeige abermals, dass Kartelle unter dem Strich immer ein lohnendes Geschäft seien. "Der Verbraucher bleibt wieder einmal der Dumme", sagte Schwartau der Zeitung.

Damit die Verbraucher überhaupt irgendwie entschädigt werden, sollten die Kartellstrafen den Verbraucherzentralen für ihre Arbeit zugutekommen, forderte Schwartau. Derzeit sähen diese aber nichts von dem Geld.

Das Kartellamt hatte das Bußgeld am Montag gegen fünf Brauereien verhängt: Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und die westfälische Privatbrauerei Barre. Gegen zwei weitere Brauereikonzerne sowie gegen vier regionale Brauereien in Nordrhein-Westfalen wird noch ermittelt. Die betroffenen Firmen können noch Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen.
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