Bierdose war zu, trotzdem 120 Euro Strafe

Daniel G. sagt: Das Dosenbier war zu.
Daniel G. sagt: Das Dosenbier war zu.Bild: Sabine Hertel
Daniel G. (32)wurde wegen des Alk-Verbots am Praterstern angezeigt. Der Wiener wehrt sich: Die Dose war zu.

Am 18. September kaufte sich der Wiener in einem Supermarkt eine Dose Bier und marschierte danach über den Praterstern. Um 22.05 Uhr wurde Daniel G. (32) von zwei Beamten gestoppt – denn rund um den sozialen Hotspot gilt schon seit 27. April ein Alkoholverbot. „Sie hielten mich auf und fragten mich, was ich hier mit einer Dose Bier mache. Ich zeigte die verschlossene Dose und sagte, dass ich sie woanders trinken will."

Der Beamte soll darauf mit „Ist mir egal, ich will den Ausweis sehen" reagiert haben. „Ich war völlig perplex", so Daniel G. Einen Monat später flatterte ihm eine Strafe wegen Bierkonsums in der Alkoholverbotszone ins Haus. Der 32-Jährige soll nun 120 Euro Strafe zahlen – oder ersatzweise sieben Stunden in Haft. Daniel G. will sich das nicht gefallen lassen. Er beharrt darauf, dass die kühle Dose „Wieselburger" am Praterstern noch verschlossen war, als die Polizei kam.

Er legte gestern Einspruch gegen die Strafverfügung ein. In dieser ist von einem „Bierkonsum" die Rede. Auf „Heute"-Anfrage hieß es seitens der Polizei, dass zu „laufenden Verfahren keine Auskunft erteilt wird". Alkoholische Getränke werden nur abgenommen, „wenn ein Konsum offensichtlich kurz bevorsteht". Wann gestraft wird, liege allerdings „im Ermessen der Polizisten vor Ort". Dieses ging laut Daniel G. hier zu weit. (red/bai)

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