Amstetten: Big Brother am EKZ-Klo erregt Kunden

Kameras im öffentlichen Raum sorgen oft für Debatten, sind teils rechtlicher Graubereich: Die Überwachungskameras auf der Toilette eines Amstettners EKZ gehen einigen Kunden zu weit.
Nicht einmal am stillen Örtchen ist man in Amstetten ganz ungestört: Im Waschbereich der Toiletten eines Einkaufszentrums hängen mehrere Kameras.

Einige Kunden wandten sich an Gemeinderats-Kandidat Jürgen Wahl: „Mittlerweile beschwerten sich zahlreiche Leute. Wir haben es getestet und die Pissoirs sind von der Kamera erfassbar. Vor dem Eingang der Toilette würde ich es ja verstehen, aber im WC-Bereich selbst nicht. Der höchstpersönliche Lebensbereich ist gestört. Was ist, wenn sich zum Beispiel ein Mann schminkt?", so der Betreiber der Facebookseite „Muss das sein, liebes Amstetten".

Das sagt Centerleiter

Der Centerleiter sagt auf Nachfrage zur Causa: „Die Videoüberwachung der Waschtische in den Vorräumen unserer WC-Anlagen ist Teil des umfangreichen und den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Center-Sicherheitskonzeptes. Selbstverständlich werden dabei nicht die WCs selbst, sondern nur die Vorräume bzw. der Ein- und Ausgangsbereich erfasst. Das aufgenommene Material wird maximal 72 Stunden lang ungesichtet gespeichert und im Normalbetrieb innerhalb dieser Frist ebenfalls ungesichtet gelöscht. Nur im Falle eines entsprechenden Vorfalls wird das entsprechende Material an die ermittelnden Einsatzkräfte zur Beweissicherung übergeben. Diese Maßnahme dient dem Schutz unserer Besucher, die auch bei sämtlichen Ein- und Ausgängen des Einkaufszentrums auf die Videoüberwachung im Center hingewiesen werden." (Lie)



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