Wien

Biker rammt und verletzt Polizisten bei Flucht

Statt stehen zu bleiben, gab der 30-Jährige Gas. Bei seiner halsbrecherischen Verfolgungsjagd durch Wien brachte er zahlreiche Menschen in Gefahr.
Roman Palman
11.02.2022, 11:55

Beamte des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt wurden am Donnerstag, gegen 11 Uhr, in der Johannesgasse (Landstraße) auf einen Motorradfahrer aufmerksam, da er eine Sperrlinie überfahren hatte. Doch als die Polizisten ihn wegen dieses Deliktes stoppen wollten, beschleunigte er plötzlich.

Der Biker missachtete bei seiner Flucht vor der Exekutive rauschte an einer Kreuzung über eine rote Ampel und gegen Einbahnen davon. Durch riskante Fahrmanöver wurden auch unbeteiligte Straßenverkehrsteilnehmer gefährdet – auch Passanten, denn er bretterte auch über einen Gehsteig.

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Polizisten gerammt

Am Heumarkt musste sich der Flüchtende wegen des starken Verkehrs aber einbremsen. Ein Polizist versuchte die Situation zu nutzen und stellte sich ihm in den Weg. Der Motorradfahrer gab jedoch nicht auf und rammte den Beamten mit voller Wucht. Der Polizist wurde dabei mehrere Meter mitgezerrt und verletzt.

Erst einem weiteren Polizisten gelang es, den Tatverdächtigen von der Maschine zu ziehen. Der Mann, ein 30-jähriger Inder, leistete heftige Gegenwehr und wurde festgenommen.

Hass auf Polizei

Als Motiv für die Tat nannte er in einer ersten Befragung, angebliche Probleme mit der Polizei in der Vergangenheit. Der angefahrene Beamte musste nach dem Vorfall leicht verletzt in einem Krankenhaus versorgt werden.

Im Jahr 2021 wurden 462 Polizisten durch Fremdverschulden verletzt. Im Jahr 2020 lag die Zahl bei 392.

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