Sponsor-Skandal: Mattersburg vor Bundesliga-Aus?

Martin Pucher
Martin Puchergepa
Aufregung um Martin Pucher! Der Mattersburg-Boss soll in einen Bilanzfälschungs-Skandal verwickelt sein.

Pucher ist nicht nur Obmann des Bundesliga-Klubs, sondern auch Vorstandschef und Kleinaktionär der burgenländischen Commerzialbank Mattersburg. Dieser wurde am Dienstag von der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA der Geschäftsbetrieb untersagt. Grund: Die Bilanzen sollen seit Jahren frisiert worden sein.

Wie der "Standard" berichtet, ist der gesamte Vorstand der Regionalbank zurückgetreten. Bei der Staatsanwaltschaft soll es eine Selbstabzeige geben, die Ermittlungen laufen bereits. Ein Insider erklärte, es wurden Positionen in der Bilanz gefunden, "die es nicht gibt", es sei also zu wenig Geld da.

Pucher hatte die Bank 1995 aus dem Raiffeisenverband herausgelöst. Die Bilanzsumme betrug zuletzt 800 Millionen Euro, die Spareinlagen 420 Millionen Euro, mit den Einlagen von Kreditinstituten 715 Millionen Euro. Die Bank hat acht Filialen und 55 Mitarbeiter, der Gewinn betrug zuletzt 4,8 Millionen Euro. Die Bank bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Die Commerzialbank ist auch ein Sponsor des SV Mattersburg, der sich unter Obmann Pucher – der auch Geschäftsführer der "SVM Profisport GmbH" ist – zur fixen Größe in der Bundesliga entwickelte. Die Bank finanziert auch einen Großteil des aktuellen Umbaus des Mattersburger Stadtplatzes, wo derzeit ein neues Rathaus erreichtet wird. Der Bau des "Impulszentrums" soll 30 Millionen Euro kosten. Grundeigentümer ist Pucher.

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