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Bild zeigt, wie Russland an Grenze Truppen verschiebt

Satelliten der US-Firma Maxar beobachten das Grenzgebiet Russlands zur Ukraine. Neue Bilder zeigen nun erneut Verschiebungen russischer Truppen.
20 Minuten
21.02.2022, 09:29

Eine US-Satellitenbildfirma hat am Sonntag über neue russische Truppenbewegungen in der Nähe der ukrainischen Grenze berichtet. Die Bilder zeigten "mehrere neue Feldeinsätze von gepanzerter Ausrüstung und Truppen", erklärte das Unternehmen Maxar. Die am Sonntag aufgenommenen Fotos zeigen Spuren von Fahrzeugen, die über schneebedeckte Felder fahren, die von Wäldern umgeben und von Straßen gesäumt sind.

Nur 14 Kilometer von Grenze entfernt

Die Truppenbewegungen fanden demnach in Wäldern und Feldern etwa 14 bis 30 Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt statt. Die Analysten der Firma verglichen die aktuellen Aufnahmen mit einer Woche alten Satellitenbildern und konnten so die Bewegungen in der Nähe von drei Ortschaften im Südwesten Russlands nachvollziehen. So seien "die meisten Kampfeinheiten und unterstützenden Ausrüstungen in Soloti abgezogen worden" und man könne "zahlreiche Fahrzeugspuren und einige Konvois mit gepanzerter Ausrüstung in der gesamten Gegend sehen", erklärte Maxar. Einige Ausrüstungen seien auch östlich der benachbarten russischen Stadt Waluiki auf einem Feld etwa 15 Kilometer nördlich der ukrainischen Grenze eingesetzt worden.

"Darüber hinaus ist eine Reihe neuer Feldverlegungen auch nordwestlich von Belgorod zu beobachten, wobei ein Großteil der Ausrüstung und Truppen in oder in der Nähe von Waldgebieten positioniert ist", heißt es weiter. Einheiten "in der Größe einer Kompanie" würden in landwirtschaftlichen und industriellen Gebieten eingesetzt.

"Hälfte der Truppen in Angriffsposition"

In den vergangenen Wochen hat Russland nach Schätzungen der USA und seiner westlichen Verbündeten mehr als 150.000 Soldaten in der Nähe der ukrainischen Grenze stationiert. Dies hat in Washington die Angst vor einer bevorstehenden Invasion der Ukraine geschürt. Moskau weist dies zurück. Ein US-Beamter hatte am Freitag geschätzt, dass "40 bis 50 Prozent" der russischen Truppen "in Angriffspositionen" stünden.

US-Präsident Joe Biden hatte am selben Tag erklärt, er sei "überzeugt", dass Putin die Invasion beschlossen habe. Diese Warnung bezog sich US-Medienberichten zufolge auf einen Befehl an die russischen Truppen. Die "Washington Post" hatte am Sonntag unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise berichtet, dass die Soldaten an der russisch-ukrainischen Grenze die Anweisung erhalten hätten, die Invasionsvorbereitungen weiter voranzutreiben.

Gefahr vor Anschlägen

Weitere Anzeichen, die auf einen bevorstehenden russischen Angriff auf die Ukraine hindeuten könnten, seien aber "noch nicht beobachtet worden", berichtete CNN unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Demnach gibt es in der US-Regierung auch Überlegungen, dass die Angriffsbefehle noch zurückgezogen werden könnten oder dass die Informationen manipuliert worden sein könnten, um den Westen in die Irre zu führen.

Unterdessen veröffentlichte die US-Botschaft in Moskau indessen eine Botschaft an ihre Bürger, in der sie vor der Gefahr von Anschlägen in Moskau, Sankt Petersburg und nahe der ukrainischen Grenze warnte und sie aufforderte, gegebenenfalls Vorkehrungen für eine Evakuierung zu treffen. Die Botschaft berief sich dabei auf "Medienberichte". Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, kritisierte die Warnungen als vage und fragte: "Was soll man damit anfangen?"

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