Bildungs-Fiasko: Lage im Waldviertel "dramatisch"

Arbeiterkammer schlägt Alarm: Höchster Rückgang bei Lehrbetrieben, Taferlklasslern im NÖ-Vergleich. Bildungsexperte fordert zudem HTL-Angebot: Der Mangel an hochqualifizierten Technikern ist enorm.

Das Waldviertel kämpft mit Abwanderung und niedrigen Geburtenraten. Eine Entwicklung, die auch voll auf das Bildungswesen durchschlägt. Wie dramatisch die Lage bereits ist, zeigen jetzt Zahlen der Arbeiterkammer NÖ.

Die Zahl der Taferlklassler im Waldviertel ging in den vergangenen fünf Jahren um 8,1 % zurück (NÖ-Schnitt: minus 0,5 %). Und die Enwicklung wird sich fortsetzen, so AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner, der langfristig Schließungen von Pflichtschulen befürchtet.

Zudem fehlen im Waldviertel Höhere Technische Lehranstalten. Konsequenz: Der mit 29 % niedrigste Anteil an Schülern in maturaführenden Schulen, Hunderte junge Pendler und ein Mangel an hochqualifizierten Technikern. Auch der Lehrstellen-Bereich ist eine einzige große Baustelle.

Alleine im Bezirk Gmünd gingen in den letzten zehn Jahren 66 Lehrbetriebe verloren - ein Minus von 31,6 %. Das Bildungs-Fiasko setzt sich bei der Akademiker-Quote nahtlos fort, die mit 3,1 % deutlich unter dem Niederösterreich-Schnitt von 5,5 % liegt.

Das Problem lautKastner: Viele, die studieren gehen, kommen nicht mehr zurück.

Jürgen Streihammer

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