Billa-Räuber kam mit Schraubenzieher: 6,5 Jahre Haft

Mit einem Schraubenzieher hatte ein 50-jähriger Obdachloser den Billa beim Bahnhof St. Pölten überfallen und 1.350 € erbeutet – jetzt kassierte der Räuber 6,5 Jahre Haft.

Als Kunde war ein 18-fach Vorbestrafter (50) im Jänner in den Billa in der Kremser Gasse in St. Pölten gegangen, holte sich eine Wurstsemmel, stellte sich als Kunde in der Warteschlange an. Als es ans Zahlen ging, griff er in die Kassa, verletzte dabei die Kassierin mit einem Schraubenzieher an der Hand, erbeutete 1.350 Euro. Dann flüchtete der Täter, wurde aber wenig später von einem Apotheker gestoppt und von der Polizei festgenommen ("Heute" berichtete).

6,5 Jahre Haft

Vor Gericht berichtete der 50-Jährige kurz über sein Leben, er war über Jahre drogensüchtig (Anm.: Heroin und Heroinersatz), hat in Summe 18 Vorstrafen. Zum Schraubenzieher merkte der Angeklagte an: "Ich habe immer zwei Kreuzschraubenzieher mit." Das erkannte auch der Richter an: "Ich verstehe schon, Sie sind ein Einbrecher und grundsätzlich kein Räuber."

Dennoch, der schwere Raub vom 10. Jänner war nicht schön zu reden. Denn: Der Angeklagte hatte die Kassierin mit Gewalt weggedrückt.

Das Urteil: 6 1/2 Jahre Haft für den 50-Jährigen (nicht rechtskräftig).

(Lie)

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