An den 18. Dezember 2020 denkt die Steirerin nur ungern zurück. In Val d´Isere kam Schmidhofer schwer zu Sturz, zog ich eine Knieverletzung zu, die die Karriere der 32-Jährigen in Gefahr brachte. Mehrere Operationen waren nötig, um das linke Knie wieder herzustellen. Vom Spitzensport war zunächst nicht die Rede.
Doch die Super-G-Weltmeisterin von 2017 zeigte ihr Kämpferinnenherz, biss auf die Zähne. Und schaffte die Rückkehr in den Weltcup. In Lake Louise will es Schmidhofer nun erstmals unter Rennbedingungen wieder wissen. Auch wenn sie im einzigen Training über fünf Sekunden Rückstand auf Bestzeithalterin Sofia Goggia hatte.
"Ich fühle mich im Großen und Ganzen bereit, ich fühle mich gut", bestätigte Schmidhofer im "ORF" ihren Comeback-Plan. "Wenn das Wetter besser ist, die Pistenbedingungen gut sind, habe ich sicher das Potenzial, in die Punkte zu fahren", ergänzte die 32-Jährige.
Allerdings ist der Weg zurück zur Weltspitze ein weiter. Das weiß auch Schmidhofer. "Nach dem Training war ich enttäuscht. Nicht wegen des Rückstands. Sondern weil ich so schlecht Ski gefahren bin. Ich habe teilweise noch Probleme, spüre nicht, wenn mein linkes Bein müde wird", erklärte die Steirerin weiter.
Schmidhofer hatte an den letzten zwei Tagen viel Zeit, um Nachzudenken, wurden die beiden Abfahrtstrainings am Mittwoch und Donnerstag doch abgesagt. "Das war ein intensives Jahr, das mich sehr geprägt hat. Es wird mich aber sehr weiterbringen. Der Schmäh rennt, das ist ganz wichtig", schmunzelte die 32-Jährige, die sich als Erinnerung eine wieder entfernte Beilagscheibe behielt, die als Glücksbringer mit sich mitführt.
Ob es aber tatsächlich zur Renn-Rückkehr kommt, ist offen. Hinter den Rennen am Freitag steht ein großes Fragezeichen. Über Nacht ist weiterer Schneefall vorhergesagt. Auch wenn eigentlich eine Wetterbesserung angesagt war.