Biontech-Chef sagt, ob Impfung auch gegen Mutation hilft

Uğur Şahin war an der Entwicklung des Corona-Impfstoffs für BioNTech beteiligt und glaubt an ein normales Leben bis nächsten Winter.
Uğur Şahin war an der Entwicklung des Corona-Impfstoffs für BioNTech beteiligt und glaubt an ein normales Leben bis nächsten Winter.Picturedesk
Sind die Impfstoffe durch die neue Mutation des Coronavirus weniger effektiv? Der Biontech-Chef geht nicht davon aus. 

Die in Großbritannien aufgetauchte Coronavirus-Mutation wirft neue Fragen auf. Eine davon betrifft die Wirksamkeit der Impfstoffe. Dazu hat sich Biontech-Chef Ugur Sahin jetzt geäußert: Er ist zuversichtlich, dass der Impfstoff seines Unternehmens auch gegen die Mutation wirke.

Weitere Tests sind nötig

Die Wahrscheinlichkeit sei aus wissenschaftlicher Sicht äußerst hoch. "Wir haben den Impfstoff bereits gegen circa 20 andere Virusvarianten mit anderen Mutationen getestet. Die Immunantwort, die durch unseren Impfstoff hervorgerufen wurde, hat stets alle Virusformen inaktiviert."

Das Virus sei jetzt etwas stärker mutiert, sagte Sahin. Jetzt sei eine Testphase von zwei Wochen eingeleitet worden. "Wir müssen das jetzt experimentell testen. Das wird etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen. Wir sind aber zuversichtlich, dass der Wirkungsmechanismus dadurch nicht signifikant beeinträchtigt wird." Das für den Impfstoff genutzte Antigen bestehe aus 1.270 Aminosäuren, wovon neun mutiert seien, was nicht einmal einem Prozent entspricht. "Unser Impfstoff sieht das ganze Protein und bewirkt multiple Immunantworten. Dadurch haben wir so viele Andockstellen, dass das Virus schwer entkommen kann. Das bedeutet aber nicht, dass die neue Variante harmlos ist."

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