Bis zu 160 km/h! Orkan wütet in Österreich

Bild: by-studio busse yankushev (95538276)

Das Tief "Petrine" zieht in den kommenden 24 Stunden über Westeuropa hinweg und sorgt dort für den zweiten Herbststurm binnen zwei Tagen. In den Alpen sorgen die starken Druckunterschiede zwischen West- und Osteuropa für einen starken Föhnsturm: Im Hochgebirge muss man laut UBIMET mit Orkanböen von über 150 km/h rechnen, in den Tälern sind Spitzen von bis zu 110 km/h möglich. Dazu ist es extrem mild für Ende November, die Temperaturen steigen auf bis zu 20 Grad. Erst im Laufe des Dienstags wird der Föhn langsam schwächer, ein Temperaturrückgang zeichnet sich aber erst zum Wochenende ab.

Das Tief "Petrine" zieht in den kommenden 24 Stunden über Westeuropa hinweg und sorgt dort für den zweiten Herbststurm binnen zwei Tagen. In den Alpen sorgen die starken Druckunterschiede zwischen West- und Osteuropa für einen starken Föhnsturm: Im Hochgebirge muss man laut UBIMET mit Orkanböen von über 150 km/h rechnen, in den Tälern sind Spitzen von bis zu 110 km/h möglich. Dazu ist es extrem mild für Ende November, die Temperaturen steigen auf bis zu 20 Grad. Erst im Laufe des Dienstags wird der Föhn langsam schwächer, ein Temperaturrückgang zeichnet sich aber erst zum Wochenende ab. 

Der Föhn sorgte für eine milde Nacht auf Montag: In Feldkirch lag der Tiefstwert bei 12,1 Grad, gefolgt von Reichenau an der Rax mit 12,0 Grad. Um sieben Uhr Früh hatte es dann in Bludenz sogar schon 17,4 Grad und auch in Innsbruck wurden föhnige 14,6 Grad gemessen. 
Schwere Sturmböen am Montag

Am Montag und in der Nacht auf Dienstag steuert der Föhn auf seinen vorläufigen Höhepunkt zu: Auf exponierten Berggipfeln erreicht der Südwind Spitzen über 150 km/h. Am Patscherkofel bei Innsbruck lagen die Spitzenböen am Montagmorgen schon bei 158 km/h. Der Föhn greift aber zunehmend auch in viele Täler mit Sturmböen von 80 bis 100, vereinzelt auch 110 km/h durch.
"Damit muss man vom Vorarlberger Brandnertal, über das Inntal bis zu den Tauerntäler in Salzburg mit teils schweren Sturmböen rechnen“, sagt Manfred Spatzierer von UBIMET. „Vereinzelt können dadurch Bäume entwurzelt werden und Schäden an Gebäuden entstehen.“

Sehr windig geht es auch im östlichen Flachland zu, hier erreicht der Südostwind Spitzen von bis zu 70 km/h. In höheren Lagen, wie etwa auf den Leiser Bergen zum Teil auch mehr. Zudem ist es außergewöhnlich mild, die Höchstwerte liegen meist zwischen 14 und 20 Grad, vereinzelt sind sogar bis zu 22 Grad möglich. Kühler bleibt es nur in den windschwachen Regionen. 
Sturmtief "Petrine"

Die Ursache für den starken Föhnsturm und die hohen Temperaturen ist das Sturmtief „Petrine“. Dieses zieht bis Dienstag über weite Teile West- und Nordwesteuropas hinweg, wodurch sich die Druckgegensätze zwischen tiefem Luftdruck über Westeuropa und hohem Luftdruck in Südosteuropa deutlich verstärken. Dadurch stellt sich eine starke, milde Südströmung ein, in den Alpen gibt es Föhnsturm. Erst im Laufe des Dienstags lässt der Föhn langsam nach, bis inklusive Donnerstag bleibt es entlang der Alpennordseite und im Westen allerdings föhnig und extrem mild.

Mit "Petrine" überquert binnen kurzer Zeit der zweite Herbststurm Westeuropa. In Großbritannien, an der nordwestfranzösischen Atlantikküste sowie in Teilen der BeNeLux-Staaten muss man neuerlich mit schweren Sturmböen und teils heftigen Regenfällen rechnen. In Großbritannien schneit es zudem lokal bis unter 500 m herab. Schon am Sonntag richtete Orkantief „Nannette“ in Teilen Belgiens, Frankreichs und Großbritanniens schwere Schäden an. Eine Wetterberuhigung setzt sich ab Dienstag durch, dann zeichnet sich vorerst kein weiteres Sturmtief ab. 

 

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