Bis zu 2 Jahre Haft für Wiener IS-Familie

Bild: Niko Naderer
Ein 20-jähriger Tschetschene wurde am Donnerstag gemeinsam mit seiner Frau und seiner Mutter zu unterschiedlich langen, aber unbedingten Haftstrafen verurteilt. Am Wiener Straflandesgericht wurde ihnen der Prozess wegen Mitgliedschaft am Islamischen Staat (IS) gemacht.
Ein 20-jähriger Tschetschene wurde am Donnerstag gemeinsam mit seiner Frau und seiner Mutter zu unterschiedlich langen, aber unbedingten Haftstrafen verurteilt. Am Wiener Straflandesgericht wurde ihnen der Prozess wegen Mitgliedschaft am gemacht.

Dreimal schuldig, so urteilte der Schöffensenat am Donnerstag am Wiener Straflandesgericht. Der Mann, ein 20-jähriger Tschetschene, muss für zwei Jahre ins Gefängnis. Seine ihm nach islamischen Recht angetraute Ehefrau fasste 19 Monate aus, die 39-jährige Mutter des Mannes bekam 21 Monate.

Das Gericht befand sie in erster Instanz schuldig, Mitglieder des Islamischen Staates (IS) zu sein und im Juli 2014 versucht zu haben, über Schlepper nach Syrien zu reisen. Sie wollten sich im IS-Gebiet ansiedeln und die Ziele der Terrormiliz zumindest psychisch unterstützen.

Nur zufällig waren sie in der Türkei gefasst worden, da sie keine gültigen Visa hatten. Sie wurden zurück nach Österreich geschickt, die 21-jährige Ehefrau war zu dem Zeitpunkt hochschwanger und brachte in der U-Haft ihren Sohn "Osama" zur Welt. Sie trat im Gerichtssaal stets vollverschleiert auf und lüftete den Gesichtsschleier nur nach Überredung ihrer Verteidigerin und der Erlaubnis ihres Mannes.

"In der westlichen Gesellschaft nicht akzeptiert"

Richter Daniel Rechenmacher sieht einen Schuldspruch daher für gerechtfertigt, es müsse "ganz deutliche gezeigt werden, dass das in einer westlichen Gesellschaft nicht akzeptiert wird", sagte er laut "orf.at".

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