Bis zu 34 Grad – Kärnten aktiviert Hitzeschutzplan

Eine Besucherin des Klagenfurter Strandbades genießt die Sonne. (Archivbild)
Eine Besucherin des Klagenfurter Strandbades genießt die Sonne. (Archivbild)picturedesk.com/APA/Gert Eggenberger
Die erste Hitzewelle des Jahres wird am Samstag ihren Höhepunkt erreichen. Kärnten hat deswegen heuer erstmals seinen Hitzeschutzplan aktiviert.

Hohe Temperaturen und teils schwüle Luft haben die Österreicher am Freitag ins Schwitzen gebracht. Am Samstag soll es hochsommerlich weitergehen, ehe das Wetter am Sonntag mit einem Knall umschlägt. Zum Schutze der Bevölkerung haben die Kärntner Behörden nun am heutigen Freitag erstmals in diesem Jahr ihren Hitzeschutzplan aktiviert.

"Das heißt, an mehr als 900 Einrichtungen, insbesondere Alten- und Pflegeheime, Krankenanstalten, Rettungsorganisationen und Kinderbetreuungseinrichtungen, wurden am Freitag Empfehlungen und konkrete Verhaltens- und Sofortmaßnahmen übermittelt", erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner. 

Überlastung droht

Die Empfehlungen für Spitäler, Pflegeheime und Mobile Dienste reichen von der Identifizierung von Risikopatienten über die Aktivierung interner Überwachungspläne bis hin zur Sicherstellung des Informationsflusses, erläutert Prettner.

"Betreuungseinrichtungen sind in der Regel bestens auf die Bedürfnisse ihrer Klienten eingestellt. Dennoch kann es im Verlauf von länger anhaltenden Hitzeperioden zur Überlastung der hausinternen Ressourcen kommen. Der Hitzeschutzplan soll die Einrichtungen dabei unterstützen, sich rechtzeitig vorzubereiten".

So schützt du dich vor Hitze

Die Hitzetage sind aber nicht nur für ältere Menschen, chronisch Kranke, behinderte Menschen und Kinder gefährlich: "Jede und Jeder sollte sich an die nützlichen Ratschlägen halten", betont die Gesundheitsreferentin und verweist auf folgende Verhaltensmaßnahmen:

➤ Trinke mindestens zwei bis drei Liter pro Tag, am besten Wasser oder Fruchtsäfte
➤ vermeide alkohol-, koffein- und stark zuckerhaltige Getränke
➤ trage lockere Kleidung, eine Kopfbedeckung
➤ kühle deinen Körper;
➤ vermeide körperliche Aktivitäten im Freien

Als Tierschutzreferentin liegen Prettner natürlich auch Schutzmaßnahmen für Haustiere am Herzen:

➤ frisches, kühles Wasser bereitstellen
➤ Käfige und Aquarien eventuell umstellen bzw. vor Sonneneinstrahlung schützen
➤ kleine Bademöglichkeiten schaffen
➤ Spaziergänge und Ausflüge in die Morgen- und Abendstunden verlegen

"Lebensgefährlich kann es für Tiere in abgestellten Autos werden, in denen die Temperatur extrem schnell ansteigt", warnt Prettner.

Ihren Angaben zufolge musste der Hitzeschutzplan heuer später aktiviert werden als im Vorjahr – 2019 wurde dieser erstmals Anfang Juni aktiviert, im Jahr 2017 sogar bereits Ende Mai.

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