Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben auf Niederösterreichs Autobahnen und Schnellstraßen zu deutlich weniger Verkehr geführt. Der Pkw-Verkehr ist dabei deutlich stärker zurückgegangen als der Lkw-Verkehr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag-Zählstationen zeigt.
Besonders stark ging die Verkehrsbelastung auf der A4 zurück. Hier machte sich bemerkbar, dass der Flugverkehr stark gesunken ist und damit weniger Verkehr zum Flughafen Wien Schwechat unterwegs war. Bei Mannswörth wurden mit 19,3 Millionen um 12,4 Millionen weniger Pkw gezählt als im Vorjahr, ein Rückgang um 39 Prozent, der Lkw-Verkehr nahm um neun Prozent auf 2,9 Millionen ab.
Auf der A1 bei St. Pölten etwa waren heuer um 23 Prozent weniger Autos und um 6,9 Prozent weniger Lkw unterwegs. Der Pkw-Verkehr ging hier um 5,2 Millionen auf 17,2 Millionen Pkw zurück, der Lkw-Verkehr um 220.000 auf rund drei Millionen Lkw, wie die Analyse zeigt. Auf der A2 wurden heuer bei Biedermannsdorf 44,1 Millionen Pkw gezählt, um sieben Millionen weniger als im Vorjahr, ein Minus von 13,7 Prozent. Die Anzahl der Lkw ging hier um 2,5 Prozent auf knapp über vier Millionen zurück.
Auf der A3 bei Ebreichsdorf nahm der Pkw-Verkehr um 18 Prozent auf 10,6 Millionen ab, die Zahl der Lkw um 7,6 Prozent auf 533.000, berichtet der VCÖ. Auf der A21 bei Alland ging die Zahl der Pkw um 3,9 auf 10,1 Millionen Pkw zurück (minus 27,7 Prozent), die Zahl der Lkw war hier mit 2,8 Millionen um sechs Prozent niedriger als im Vorjahr.
Der VCÖ betont, dass im kommenden Jahr verstärkte Maßnahmen nötig sind, um neue Verkehrslawinen zu verhindern. "Bei mehr Mobilität ist eine weiterhin geringere Verkehrsbelastung nötig, um die Klimaziele erreichen zu können. Das ist zu schaffen, wenn mehr Menschen mit dem Öffentlichen Verkehr statt mit dem Auto fahren und mehr Güter auf der Schiene statt auf der Straße transportiert werden", stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Das Angebot des Öffentlichen Verkehrs sei daher weiter zu verbessern und auszubauen, betont der VCÖ. Gleichzeitig seien bestehende Begünstigungen etwa für Diesel und für die private Nutzung von Firmenwagen zu streichen.
A1 Pressbaum: 7,6 Millionen Pkw heuer (minus 1,3 Millionen Pkw, minus 14,7 Prozent)
150.000 Lkw (minus 48.000, minus 24,3 Prozent)
A1 St. Pölten: 17,2 Millionen Pkw heuer (minus 5,2 Millionen Pkw, minus 23,2 Prozent)
2,98 Millionen Lkw heuer (minus 220.000 Lkw, minus 6,9 Prozent)
A2 Biedermannsdorf: 44,1 Millionen Pkw heuer (minus 7,0 Millionen Pkw, minus 13,7 Prozent)
4,16 Millionen Lkw heuer (minus 110.000 Lkw, minus 2,5 Prozent)
A3 Ebreichsdorf: 10,6 Millionen Pkw heuer (minus 2,4 Millionen Pkw, minus 18,4 Prozent)
553.000 Lkw heuer (minus 46.000 Lkw, minus 7,6 Prozent)
A4 Mannswörth: 19,3 Millionen Pkw heuer (minus 12,4 Millionen Pkw, minus 39,0 Prozent)
2,9 Millionen Lkw heuer (minus 288.000 Lkw, minus 9,0 Prozent)
A5 Eibesbrunn: 9,8 Millionen Pkw heuer (minus 2,5 Millionen Pkw, minus 20,2 Prozent)
1,2 Millionen Lkw heuer (minus 63.000 Lkw, minus 4,8 Prozent)
A21 Alland: 10,1 Millionen Pkw heuer (minus 3,9 Millionen Pkw, minus 27,7 Prozent)
2,8 Millionen Lkw heuer (minus 178.000 Lkw, minus 6,0 Prozent)
A22 Spillern: 18 Millionen Pkw heuer (minus 3,3 Millionen Pkw, minus 15,4 Prozent)
1,5 Millionen Lkw heuer (minus 70.000 Lkw, minus 4,5 Prozent)
S1 Tunnel Rannersdorf: 14,1 Millionen Pkw heuer (minus 4,4 Millionen Pkw, minus 23,7 Prozent
3,1 Millionen Lkw heuer (plus 150.000 Lkw, plus 5 Prozent)
S5 Zaina: 9,5 Millionen Pkw heuer (minus 1,7 Millionen Pkw, minus 2,6 Prozent)
920.000 Lkw heuer (minus 25.000 Lkw, minus 2,6 Prozent)
S33 Pottenbrunn: 8,7 Millionen Pkw heuer (minus 1,8 Millionen Pkw, minus 17,1 Prozent)
1,1 Million Lkw heuer (minus 11.000 Lkw, minus 1,1 Prozent)
Quelle: Asfinag, VCÖ 2020