Die meisten Eltern haben schon beim Schulstart ziemlich tief ins Börserl greifen müssen - mehr dazu hier. Und jetzt kostet der Schulalltag auch mehr. Denn, wer seinem Kind nicht täglich ein Pausenbrot von daheim mitgibt, der muss beim Taschengeld nachbessern.
Die Schulbuffets bekommen die Teuerungen stark zu spüren. "Der Einkauf bei Großmärkten ist auch für uns teurer geworden. Manche Waren bekommen wir nicht mehr und mussten uns an andere Anbieter wenden. Daher mussten wir die Preise anheben", erklärt ein Betreiber aus dem Raum St. Pölten.
Ein normale Semmel kostet jetzt für Schulkinder 60 Cent. Der Bäcker verlangt 30 Cent weniger. Eine Schnitzelsemmel, die sich viele Schüler gerne in der Freistunde gönnen, kostet statt 2€ jetzt 2,30€. Eine Semmel mit Extrawurst kostet 1,90€. Ein Schüler zu "Heute": "In einem Supermarkt hab ich sie um 1€ bekommen. Aber da muss ich früher von zuhause wegfahren. Beim Schulbuffet Essen kaufen ist zwar teurer, aber so hab ich mehr Zeit."
Ein anderer Schüler aus dem Waldviertel sagt: "Meine Eltern sind in der Früh nicht mehr daheim. Und so müsste ich mir selber ein Pausenbrot machen. Da geh ich lieber in die Kantine."
Auch die Getränke wurden teurer. Mineral um 20 Cent und Limonaden um 30 Cent. Wer etwas Süßes zwischendurch will oder Knabbereien, der muss auch einige Cent drauflegen. Eine kleine Packung Chips kostet statt 1,50€ jetzt 1,80€. Muffinswurden von 1,30€ auf 1,50€ erhöht.
Doch Kinder von sozial schwachen Familien können sich diese Preise täglich nicht leisten. Für viele Kinder fällt das Pausenbrot komplett aus. Da hilft ein Obstkorb, der aus gespendeten Früchten in manchen Klasse bereit steht, den Hunger am Vormittag zu besiegen.