Bis zum Ende: Schalko zelebriert Ehe-Terror

David Schalko lässt in seinem neuen Stück "Toulouse" ein getrennt lebendes Ehepaar in einem Luxushotel an der französischen Küste ein letztes Mal aufeinander treffen.
David Schalko ist zweifelsfrei ein Phänomen. Wie kein anderer beherrscht der Macher von Serien wie "Braunschlag" oder "Altes Geld" und TV-Formaten wie "Willkommen Österreich" die Klaviatur des seriös-absurden Humors. Das hat er jüngst im Remake von "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" bewiesen, und das zeigt auch sein neues Stück "Toulouse", das am Donnerstag in der Josefstadt Premiere feiert.

Dabei ist die Geschichte alles andere als lustig. Die Ehe von Silvia und Gustav steht vor dem Aus. Die getrennt lebenden Eheleute treffen sich ein letztes Mal in einem Luxushotel an der französischen Küste und ziehen Bilanz. Bilanz über das, was war, das, was ist – und das, was hätte sein können. Dabei kommen in bitterbösen und aberwitzigen Dialogen alle Geheimnisse und Wahrheiten ans Licht, die das bisherige Leben der beiden bestimmt hatten. Und so schaukelt sich die Szenerie alkoholgeschwängert immer mehr auf. Als dann die Nachricht von einem Terroranschlag in einem Hotel in Toulouse kommt, droht die Stimmung endgültig zu kippen. Denn genau dort sollte Gustav gerade sein, zumindest offiziell für seine schwangere neue Freundin.

Sona McDonald spielt im Theater in der Josefstadt die Silvia, Götz Schulte den Gustav. Das Kammerspiel wurde zwar bereits für ARD verfilmt, trotzdem feiert "Toulouse" am Donnerstag seine offizielle Uraufführung. Weitere Vorstellungen folgen bis Ende Juni.

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